Chance auf Bundeszuschuss von 70 Prozent

Projekt Brückenschlag

Sehen in dem Bundeswettbewerb eine große Chance: Marcel Bonse, Lutz Brockmann und Alexander von Seggern (v.l.). - Foto: Haubrock-Kriedel

Verden - Eine Radwegbrücke, die an der Eisenbahnlinie entlang über die Aller führt, ist seit dem Neubau der Brücke ein Wunschprojekt in Verden. Die Vorrichtungen für den Anbau sind bereits vorhanden. Finanzierung allerdings war bislang ein ungelöstes Problem.

Nun bietet sich die Chance, einen Bundeszuschuss von 70 Prozent zu bekommen. Der Bundeswettbewerb „Klimaschutz und Radverkehr“ fördert Projekte zur Senkung der Treibhausgasemission durch Stärkung des Radverkehrs, und die Stadt hat sich nach Rücksprache mit der Gemeinde Dörverden und dem Landkreis beworben. Die erste Hürde wurde bereits genommen, bis zum 30 September kann die Stadt den formellen Förderantrag einreichen.

„Das ist eine sinnvolle Chance, die zu ergreifen sich lohnt“, findet Bürgermeister Lutz Brockmann. Das sieht auch Marcel Bonse von der Agentur Spurwechsel für nachhaltige Mobilität so, die die Projektskizze ausgearbeitet hat. Ein Gutachten der Planungsgemeinschaft Verkehr von 2011 sage aus, dass ein Radweg von Verden nach Dörverden entlang der Eisenbahnlinie ein hohes Einsparpotenzial an Treibhausgasemissionen biete, so Bonse gestern in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Chef im Verdener Rathaus und Dörverdens Bürgermeister Alexander von Seggern. 250 Personen könnten demnach vom Auto auf das Rad umsteigen und damit zugleich den Verkehr in der Innenstadt entlasten.

Um das Radfahren attraktiver zu machen, soll ein Maßnahmenpaket geschnürt werden. So sei geplant, auf dem ehemaligen Bahndamm Radwege mit Anschluss an den Weg hinterm Deich in Wahnebergen, an der Straße Alte Burg in Verden und am Alleruferweg anzulegen. Des Weiteren sollen beim Umbau der Bahnhofstraße und Im Burgfeld Radfahrschutzstreifen als Lückenschluss für die Route entstehen. An sechs Stellen sollen abschließbare Radabstellanlagen mit je 24 Plätzen und Ladestationen für E-Bikes eingerichtet werden, in denen auch hochwertige Räder und Pedelecs sicher aufgehoben sind. Ein Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit soll die Maßnahmen begleiten.

Die schnelle Radwegverbindung von Verden nach Dörverden könnte eine attraktive Alternative zur Fahrt mit dem Auto bieten. „Man ist dann mit dem Rad schneller als mit dem Auto“, stellt Brockmann in Aussicht.

Auch Dörverdens Bürgermeister sieht das Projekt „Brückenschlag“ als Chance. Gespräche über einen Anschluss des Radwegs an die Kreisstraße 14 seien bereits geführt worden. In jedem Fall stehen in Dörverden die „Signale auf Grün“. Zwar lassen die Finanzen der Gemeinde eine Beteiligung wohl nicht zu, die Verwaltung wolle sich aber an der Unterhaltung des Radwegs beteiligen.

Am 27. September berät der Stadtrat über den Fördermittelantrag. Um die Gelder zu erhalten, muss die Radverbindung 2018 gebaut werden. Somit muss das dazu nötige Planfeststellungsverfahren 2017 eröffnet werden „Die Kosten belaufen sich insgesamt auf 2,87 Millionen Euro. Ausgehend von einer Förderung von 70 Prozent ist mit einem Bundeszuschuss von 1,9 Millionen Euro zu rechnen. Somit verbleibt eine Kofinanzierung von knapp einer Million Euro. Fast die Hälfte davon könne die Stadt aus bereits bereitgestellten, oder veranschlagten Mitteln finanzieren. Außerdem hat der Landkreis Verden einen Investitionszuschuss signalisiert“, so Brockmann. 

ahk

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