Bebauungsplan „Grüner Jäger“ wird öffentlich ausgelegt 

Platz für Penny, Aldi und Hol Ab

Andeutungsweise lässt sich der öffentliche Radweg bis zur Bremer Straße verfolgen. - Foto: Koy

Verden - Im Amtsdeutsch heißt es unspektakulär: Der Entwurf des Bebauungsplans wird öffentlich ausgelegt. Dabei geht es um ein für Verden durchaus zentrales Plangebiet – den Nahversorgungsstandort „Grüner Jäger“. Ohne Gegenstimmen passierte das Papier den Ausschuss für Stadtentwicklung.

Damit haben die Kommunalpolitiker den Weg freigemacht für neue Projekte auf dem Gelände des Hotels „Grüner Jäger“. Zuvor hatte die Stadt Verden das Einzelhandelskonzept noch einmal überarbeitet. Ziel der 3. Änderung des Bebauungsplanes ist nunmehr, am „Grünen Jäger“ einen Nahversorgungsstandort planungsrechtlich zu ermöglichen.

Außer dem bereits vorhandenen Penny-Markt mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche sollen sich weiter südlich ein Hol-Ab-Getränkemarkt mit maximal 700 Quadratmetern Verkaufsfläche und ein Aldi-Markt mit rund 1 000 Quadratmetern Verkaufsfläche anschließen. Fachbereichsleiterin Birgit Koröde erläuterte den Ausschuss-Mitgliedern in Kurzform die Planungen, wobei ein öffentlicher Verbindungsweg zwischen der Bahnunterführung vom Stadtwald und der Bremer Straße Bestandteil des Bebaungsplanes sein werde. In zahlreichen Gesprächen zwischen allen Beteiligten seien insbesondere der Erhalt der Leistungsfähigkeit der B 215, die Regelung von Zulieferverkehren sowie der Umbau der Bundestraße (Anlegen Linksabbiegespuren, Umsetzen der Ampelanlage und der Bushaltestelle) thematisiert worden und hätten einen frühzeitigen Abstimmungsbedarf ausgelöst.

In der Sache waren sich fast alle Mitglieder des Ausschusses einig, zumal die nunmehr bekannten Planungen in keinem Widerspruch zu dem Einzelhandelskonzept der Stadt stünden. Einzig Henning Wittboldt-Müller (FDP) versuchte das Feld (allerdings ohne Erfolg) noch einmal von hinten aufzurollen. Nach seiner Meinung werde es Verkehrsprobleme geben. Der Nahversorgungsstandort werde Kunden abfangen. Als absolutes Unding bezeichnete Wittboldt-Müller den Ansatz der Investoren, mit den Planungsbüros zusammenzuarbeiten, die auch von der Stadt beauftragt worden waren. „Das hat ein Geschmäckle“, fand der Liberale, um noch anzufügen: „Die Investoren wissen, wie sie mit den Städten umgehen müssen.“

Andere wie Carsten Hauschild (SPD) und Johanna König (Grüne) hatten eine ganze andere Sicht der Dinge. Das Nahversorgungskonzept sei einvernehmlich verabschiedet und ausgiebig diskutiert worden.

Ebenso einstimmig votierte der Ausschuss für den Bebauungsplan „Wohnen an der Alten Kornbrennerei“. Mit ruhigen Gewissen habe die Stadt den entsprechenden Satzungsbeschluss vorgelegt, sagte Fachbereichsleiterin Koröde.

Die Erstellung eines Tourismuskonzeptes soll speziell der Tourist-Information beim Blick auf einen besonders dynamischen Markt helfen, in Zukunft den richtigen Weg aufzuzeigen. Zum Abschluss des öffentlichen Teils der Sitzung im Rathaus machten die Ausschussmitglieder den Weg frei für das von Angelika Revermann vorgestellte Tourismuskonzept. Die Leiterin der Tourist-Info möchte bei der Erstellung des Konzeptes Hilfe von außen holen. Der Einwand aus dem Ausschuss, diese Aufgabe könne auch der Beirat Stadtmarketing übernehmen, fand keine Zustimmung bei den Vertretern der Stadt. Koröde: „Gerade der Tourismus ist beim Beirat ausgegliedert worden.“ Nun sollen Fachbüros wegen des Konzeptes angeschrieben werden, erläuterte Revermann das weitere Vorgehen der Verwaltung. Sie erwarte übrigens noch im nächsten Jahr ein Ergebnis. 

koy

Mehr zum Thema:

Mobiler Massagesalon: Wohlfühloase Auto 

Mobiler Massagesalon: Wohlfühloase Auto 

Weihnachtsmarkt in Twistringen

Weihnachtsmarkt in Twistringen

Feuer in Mehrfamilienhaus in Bremen

Feuer in Mehrfamilienhaus in Bremen

Van der Bellen neuer Präsident in Österreich

Van der Bellen neuer Präsident in Österreich

Meistgelesene Artikel

Nikolausmarkt in Dörverden - wohltuend und wärmend

Nikolausmarkt in Dörverden - wohltuend und wärmend

Zwei Panzerfäuste in Achim gefunden

Zwei Panzerfäuste in Achim gefunden

Erneut Vollsperrung an der L 158

Erneut Vollsperrung an der L 158

Feuerwehr kann Mercedes nicht mehr retten

Feuerwehr kann Mercedes nicht mehr retten

Kommentare