Bei Casaretto Art

Verdener Domfestspiele legen Projekt „Ladenfüller“ wieder auf

+
Gabriele Müller (l.) und Claudia Rippe.

Verden - Das nächste große Freilichtspektakel am Verdener Dom findet zwar erst im kommenden Jahr statt – für ein besonderes Theaterereignis wird der Verein Verdener Domfestspiele aber bereits in diesem Herbst sorgen.

Am 9., 10., 11. und 12. November wird das Projekt „Ladenfüller“ wieder aufgelegt, das der Verein, der es sich generell zur Aufgabe gemacht hat, Kunst und Kultur in Verden zu fördern, 2003 aus der Taufe gehoben hatte. „Ziel des Projektes ist es, leerstehende Läden oder Gebäude in der Innenstadt mit Leben zu füllen, Kultur an ganz besonderen Orten stattfinden zu lassen und Interesse für diese Leerstände zu wecken “, sagt Gabriele Müller vom Vereinsvorstand.

Das Projekt war zuletzt 2013 mit vier Theatervorstellungen auf große Resonanz gestoßen und hatte die damals verwaiste Nagelschmiedestraße belebt. Nach dreijähriger Pause soll der „Ladenfüller“ nun erneut seinen Zweck erfüllen – dieses Mal in der Brückstraße in der ehemaligen Galerie Casaretto Art.

Aufgeführt wird jeweils um 20 Uhr das Eine-Frau-Stück „Being Jane Dark“ nach Motiven aus Friedrich Schillers „Die Jungfrau von Orleans“. Gespielt wird die Protagonistin von einem echten Gewächs aus der Verdener Domfestspielfamilie: Claudia Rippe, in Verden aufgewachsen, stand schon als Teenager auf der Freilichtbühne und entdeckte durch die Festspiele ihre Leidenschaft fürs darstellende Spiel. Nach dem Abschluss des Studiums der Fächer Germanistik und Darstellendes Spiel an der Leibniz Universität Hannover hat die 29-Jährige mittlerweile in ihrer neuen Heimat Berlin die Schauspielschule Charlottenburg erfolgreich absolviert, lebt als freie Schauspielerin von wechselnden Engagements und liebt es, mit kleinen Produktionen neue Horizonte zu eröffnen.

Berliner Zuschauer waren von „Being Jane Dark“ begeistert

Eine dieser Produktionen ist das vom Berliner Regisseur Kai Schubert für das Morphtheater inszenierte „Being Jane Dark“. Das 70-minütige Stück wird beschrieben als „theatraler Versuch zu ergründen, was Johannas Radikalität heute sein könnte: Hemmungslose Selbstoptimierung? Oder doch Religiosität? Aufgabe von Entscheidungsverantwortung, um endlich das wahre Ich zu finden?“ Mit Schiller als geistigem Reiseführer zappt sich Jane Dark, alias Claudia Rippe, durch die unendlichen Möglichkeiten moderner Lebensweisen. Rippe freut sich über die Möglichkeit, in Verden, das sie oft und gern privat besucht, nun auch beruflich agieren zu können. „Die Idee, die hinter dem Ladenfüller steckt, finde ich großartig – zumal ein Laden zu einem ganz besondern Theaterort werden kann mit einem ganz besonderem Publikum“, sagt sie. Berliner Zuschauer waren von „Being Jane Dark“ begeistert und beschreiben die Inszenierung als „bewegend, inspirierend, witzig, energiegeladen, sprachgewaltig und vielschichtig“.

Die vier Vorstellungen werden im Kunsthaus Casaretto Art in der Brückstraße 4 stattfinden. Einen festen Nachmieter für die bisherige Galerie im Erdgeschoss, die ihre Pforten geschlossen hat, gibt es noch nicht. Karten für die vier Vorstellungen sind ab 1. Oktober zum Stückpreis von 15 Euro im Historischen Museum Domherrenhaus, Untere Straße 13, Telefon 04231/2169, zu erwerben.

Mehr zum Thema:

OSZE-Ministertreffen in Hamburg geht zu Ende

OSZE-Ministertreffen in Hamburg geht zu Ende

Die richtigen Sportkopfhörer finden

Die richtigen Sportkopfhörer finden

Hochwertige Audio-Anlage im Auto nachrüsten

Hochwertige Audio-Anlage im Auto nachrüsten

Dardais Überraschungsteam

Dardais Überraschungsteam

Meistgelesene Artikel

Süßes vom Nikolaus auch für große Werder-Kicker

Süßes vom Nikolaus auch für große Werder-Kicker

Nikolausmarkt in Dörverden - wohltuend und wärmend

Nikolausmarkt in Dörverden - wohltuend und wärmend

Feuerwehr kann Mercedes nicht mehr retten

Feuerwehr kann Mercedes nicht mehr retten

Kreativ und international

Kreativ und international

Kommentare