Generalsanierung ab 15. August

St. Nikolai soll Begegnungszentrum werden

Noch stehen die Türen am Plettenberg offen. Ab Mitte August bleibt es für die Sanierung einen Monat lang geschlossen. Ulf Bergmann (Kirchenvorstand), Küster Hartmut Rath und Pastorin Stefanie Ott-Frühwald (v.l.) stellten das Projekt vor. - Foto: Haubrock-Kriedel

Verden - Das Gemeindezentrum St. Nikolai ist in die Jahre gekommen. Der Bau am Plattenberg stammt aus dem Jahr 1970 und bedarf dringend einer Modernisierung. Bereits 2014 stellte der Kirchenvorstand beim Kirchenkreis den Antrag auf Fördermittel. Im Frühjahr kam endlich die Zusage, damit steht der Sanierung nichts mehr im Wege. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber doch: wegen der Bauarbeiten bleibt das Gemeindezentrum vom 15. August bis voraussichtlich 16. September geschlossen.

„Wir freuen uns, dass es jetzt losgeht. Im Januar hat nun der Kirchenkreistag beschlossen, das Gemeindezentrum St. Nikolai dauerhaft im Gebäudebestand des Kirchenkreises zu halten. Damit gibt es endlich grünes Licht für Fördermittel zur Sanierung“, berichtete Pastorin Stefanie Ott-Frühwald. Zu tun gibt es einiges, denn bisher wurden nur Dach und Fenster erneuert und Räume saniert, die ehemals der Kindergarten genutzt hat. Sonst ist alles auf dem Stand von 1970.

Am ehesten wird bei der Wiedereröffnung wohl ins Auge fallen, dass die charakteristischen Kugellampen verschwunden sind. Stattdessen soll ein modernes Beleuchtungskonzept installiert werdent. Auch die Elektrik, die Lautsprecheranlage im Kirchsaal, die mobilen Trennwände sowie die Sanitäranlagen sollen erneuert werden.

„Die Zusammenarbeit mit dem Gebäudemanager, Kai Oevermann aus dem Kirchenamt Verden, ist für mich bei der Planung eine große Erleichterung. Er hat Angebote der Firmen eingeholt und Absprachen getroffen. Er wird nun auch den Bau begleiten“, berichtet Ott-Frühwald. Gerade weil das Gemeindezentrum multifunktional genutzt werde, der Kirchsaal auch Probenraum für Chor oder Veranstaltungsraum für Gemeindeabende oder die Veranstaltungsreihe „Das Blaue Sofa“ ist, gebe es bei der Planung viel zu bedenken. „Oevermann hat einen Blick für die Nutzung der Räume und die Bedürfnisse der Menschen, die sich darin treffen“, so die Pastorin.

Auch der Kirchenvorstand hat ein Wörtchen mitzureden. Für die Sanierung wurde ein Bauausschuss ins Leben gerufen. „Hier wird über charakteristische Gestaltungsmerkmale entschieden wie die Form der Lampen oder die Farbe der Trennwände“, erklärt Ott-Frühwald.

Besonders freut sich die Pastorin, dass mit der Sanierung auch Neues angestoßen wird. „Das Gemeindezentrum St. Nikolai wird zu einem Begegnungszentrum für Menschen aus der Gemeinde und dem Stadtteil. Die Gemeinde hat sich für das landeskirchliche Projekt für Gemeinwesendiakonie beworben, das vom Haus Kirchlicher Dienste in Hannover begleitet wird, und wurde als Projektgemeinde ausgewählt.“ Eine Projektgruppe aus Vertretern des Kirchenvorstands, der Gemeinde, der Kita, des Diakonischen Werks und der Stadt Verden arbeite jetzt daran, was hier konkret passieren soll. „Es gibt auf jeden Fall viel Neues für die Gemeinde und die Menschen im Stadtteil“, weiß Ott-Frühwald jetzt schon. Gespannt ist sie auch auf das Ergebnis des Workshops zur Gemeindeanalyse im August.

180 000 Euro sind für die Generalsanierung des Gemeindezentrums veranschlagt, 20 Prozent davon muss St. Nikolai selbst tragen. Finanziert wird dieser Anteil zum Teil durch Spenden und aus dem Vermächtnis eines verstorbenen Gemeindemitglieds. Läuft alles nach Plan, findet der erste Gottesdienst nach der Sanierung am 18. September statt. Der Einweihungsgottesdienst wird am Erntedankfest am 2. Oktober gefeiert. 

ahk

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