Ein Kommentar von

Es herrschte zeitweise das blanke Chaos

Ein Kommentar von Volkmar Koy.Thomas Gern hätte es gern anders gehabt. Aus einer nochmaligen Amtszeit als Ortsbürgermeister in Borstel wird nun vermutlich nichts werden. Sein offener Brief an die Borsteler Bürger zeigt in erster Linie einen Aspekt: Thomas Gern hat nichts verstanden. Den Vorwurf, der Ortsrat sei in der Vergangenheit vorwiegend durch Streit, Zwist und Vorwürfe aufgefallen, weist der Sozialdemokrat in seinem Schreiben zurück. Doch genau das ist es, was Gern in seiner Funktion als Ortsbürgermeister nicht eindämmen konnte.

Volkmar Koy

Vielfach wurde der Eindruck erweckt, in Borstel herrsche das blanke Chaos, jeder mache sowieso nur das, was er will, und die Ortschaft taumelt führungslos der nächsten Bredouille entgegen. Es grenzt fast schon an Unverschämtheit, indirekt der Presse vorzuwerfen, sie habe mehr über den schwierigen Entscheidungsprozess als über das Ergebnis berichtet. Es könnten jetzt ganze Romane aufgeschlagen werden, was sich mancher Borsteler in der Diskussionsphase an Unappetitlichkeiten herausgenommen hatte. Normalerweise müsste der Schießstand vor lauter Patronenhülsen gar nicht mehr zu sehen sein. Schwamm drüber. Doch Fakten bleiben nun einmal Fakten.  

Wie wäre es beispielsweise mit dem Ergebnis der Kommunalwahl 2006, als Annelie Meyer-Coordes die meisten Stimmen erhalten hatte, ein gewisser Thomas Gern dennoch Ortsbürgermeister wurde. Gewisse Äußerungen Gerns in dem offenen Brief zeigen, dass er als schlechter Verlierer in die Borsteler Annalen eingehen möchte. Einem Neuanfang, nach dem Borstel geradezu lechzt, will Gern nach eigener Aussage nicht im Wege stehen. Gut so. Es sollte demokratischer Brauch sein, das auch zu akzeptieren. Borstel hat es mehrheitlich satt, sich ständig von Parteipolitik gängeln zu lassen. Und die Chance, es jetzt anders zu machen, sollte jeder Borsteler Bürger der neuen Mehrheit zutrauen.

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