Mentalist Bodo Lorenzen geht mit Publikum im Verdener Hof auf Traumreise

Die Grenzen zerfließen

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Gingen im Verdener Hof auf Traumreise (v.l.): Chefkoch Gordon Gallay, Mentalist Bodo Lorenzen, Inhaber Mike Rohmeyer-Laas und zweiter Koch Sven Carstens.

Verden - Von Volkmar Koy. Er spielt mit den Aha-Erlebnissen seiner Zuschauer, ist ständig auf dem schmalen Grat zwischen Magie und Emphatie und bezeichnet sich selbst als Mentalist und Psychic-Entertainer. Bodo Lorenzen (67) kam zu einer Show mit Dinner nach Verden, wobei die Gäste des Verdener Hofs mit vielen Fragezeichen auf den Weg nach Hause geschickt wurden.

Und das nicht nur wegen des exzellenten Dinners, sondern wegen der durchaus faszinierenden Möglichkeiten von Bodo Lorenzen, geradezu spielerisch schnell seine Entscheidungen und Wahrnehmungen unbemerkt, durch bewusste oder gezielte Suggestion, in den Kerzen beleuchteten Saal des Verdener Hofs zu senden. Es scheint die Menschen regelrecht anzuziehen, ja, zu elektrisieren, wozu jemand, der im Grunde ganz normal daherkommt, imstande zu sein scheint.

Bodo Lorenzen nahm sich vor dem Dinnerauftakt viel Zeit, im Gespräch mit dieser Zeitung seine Beweggründe, seine Fähigkeiten und seine Traumreise näher zu erläutern. Das Wahrnehmungsinteresse sei bereits als 15-Jähriger geweckt worden, erzählte der Mann, der zu den Top 10 der deutschen Mentalisten gehört. In einer Diskothek konnte er vorhersagen, wer sich im Laufe des Abends noch prügeln und wer mit wem das Lokal verlassen würde. Es passte und es stimmte. Bodo Lorenzen hatte den ersten Schritt ins Reich der Sinne getan. Es folgten unzählige weitere.

Mittlerweile ist er dazu fähig, Teilnehmer aus dem Publikum in die Lage zu versetzen, die Gedanken anderer Menschen zu zeichnen oder auszusprechen und spielt dabei meisterhaft mit den geheimnisvollen Methoden und Tricktechniken des Mental-Entertainments. Mit anderen Worten: In seinen Shows wird nicht nur gestaunt, sondern auch gelacht.

Vor Jahren kam der Gedankenleser Thorsten Havener zur Sport & Schau nach Verden, füllt mittlerweile große Säle. Der einzige Unterschied zu Bodo Lorenzen: Sie sind beide gleich gut, nur Havener hatte in den Fernsehanstalten aufgrund seines Alters Vorteile. „Damit muss ich leben und kann ich leben“, sagte der 67-jährige Mentalist Lorenzen. Während sein 42-jähriges Pendant größere Säle wie die Bremer Glocke füllt, „begnügt“ sich der Mann aus Buxtehude mit kleinen, aber feinen Arenen wie dem Verdener Hof.

Wohl wissend, dort eine besondere Atmosphäre vorzufinden. Ständig, das wurde auch am Samstagabend deutlich, machte Lorenzen wegen des übersichtlichen Teilnehmerkreises das Publikum quasi zu Hauptdarstellern. Emphatie und Zauberei wurden verschmolzen. Als Lorenzen dann auch noch eine Gabel wie einst Uri Geller verbog, wurde der Unterschied noch deutlicher: „Uri Geller wurde mit einer einzigen Nummer zum Millionär.“

Bodo Lorenzen wurde auf seine ureigene Art zum Schluss noch einmal zum Gedankenleser. „Wie kann das angehen?“, „Wie hat er das nur gemacht?“, waren unausgesprochene Fragen aus dem Zuschauerkreis. Logisch, dass der Mentalist süffisant und mit einem Lächeln behaupten konnte, dass alle diese Fragen auf den Lippen hatten. Er beantwortete die zweite Frage schlicht und einfach mit „Zum Glück gut“.

Wobei er wohl recht hatte. Weitere Wiedersehenstermine im Verdener Hof sind schon gebucht: Am 18. April, am 19. September und am 7. November. Da kann man nur schwer „Nein“ sagen. Lorenzen ist wirklich gut.

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