Alpha-E-Ausbauprojekt der Bahn: Gespräch in Hannover

Lärmschutz fest im Blick

Lärmschutz (hier beim Bau der Verdener Eisenbahnbrücke) gehört beim Alpha-E-Projekt der Bahn zu den zentralen Interessen der Kommunen. - Foto: Archiv/Schwinge

Landkreis Verden - Mit dem Beschluss des Bundeskabinetts werden Anfang des Monats auch die Ausbaupläne der Bahn im Dreieck Hannover-Bremen-Hamburg konkreter. Die Planungen für die Alpha-E-Variante können anlaufen, nachdem sie im künftigen Bundesverkehrswegeplan als „Vordringlicher Bedarf“ eingestuft ist. Was dabei aus dem auch im Landkreis Verden vielfach eingeforderten Lärmschutz an den Strecken vorgesehen ist, wollte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies in einem Spitzengespräch mit Vertretern der Bahn und der Bundesregierung klären.

Nur wenige Tage nach der Ministerrunde in Berlin hatte sich Lies mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, DB-Vorstand Dirk Rompf und Vertretern des Projektbeirats Alpha-E in Hannover getroffen. „Staatssekretär Ferlemann brachte die klare Botschaft des Bundes aus Berlin mit, dass mit dem Beschluss des Bundeskabinetts nun die optimierte Alpha-E-Variante anstatt der ursprünglich vorgesehenen Y-Trasse fest zum ‘Vordringlichen Bedarf’ der Bundesverkehrswegeplanung gehöre. Daher hat er die Deutsche Bahn damit beauftragt, Umsetzungsmöglichkeiten eines optimierten Lärmschutzes zu überprüfen, da er wichtig für die Akzeptanz der Alpha-E-Lösung in der Bevölkerung sei“, heißt es in der Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

„Der Ball ist jetzt beim Bund“, erklärte Baudirektor Volker Lück, Fachbereichsleiter Bauen, Planung und Umwelt im Kreishaus. Er vertritt den Landkreis Verden in dem Projektbeirat, der die Umsetzung der Alpha-E-Variante begleitet. Das Gremium hatte sich dazu nach dem Ende des Dialogforums Schiene-Nord zusammengefunden. Auch die Stadt Verden sei dort vertreten. Wesentliche Anliegen für den Beirat, seien Lärmschutz und Ausbaukosten bei den Bahnübergängen. Einige davon liegen im Kreisgebiet, etwa in der Gemeinde Kirchlinteln. Nach der gültigen Gesetzeslage könnten auch die Kommunen an den Kosten beteiligt werden. Frühzeitig hatte sich Minister Lies zumindest in einigen Punkten auf die Seite der Gemeinden geschlagen.

Dabei seien neue Maßstäbe in der Bewertung von Schienenlärm für das Schienenausbauprojekt erörtert worden, teilt das Ministerium mit. „Der für Großprojekte zuständige Vorstand der DB Netz AG, Dirk Rompf, erklärte für die Deutsche Bahn AG die Bereitschaft, bei den Planungen auch Grundlagen eines optimierten Lärmschutzes zu ermitteln, um sie dann im Rahmen der von der DB organisierten Runden Tische zu diskutieren und geeignete Umsetzungsvorschläge zu erarbeiten.“

Vertretung auch am runden Tisch

Damit das aber auch im Sinne der Kommunen geschieht, so berichtete Lück, habe sich mittlerweile eine weitere Arbeitsgruppe der Anrainer-Kreise und -Gemeinden gebildet. Sie wolle sich gezielt an den Runden Tischen für die Interessen der Kommunen einsetzen. Auch Kreis und Stadt Verden seien vertreten.

Minister Lies zieht ein positives Fazit nach dem Spitzengespräch: „Ich freue mich, dass Bund und Bahn in diesem Punkt sehr gesprächsbereit sind und einen besseren Lärmschutz als bisher gesetzlich geregelt in Aussicht stellen. Es zeigt sich, dass wir mit dem Dialogforum den richtigen Weg gegangen sind.“ Er sei überzeugt, dass es konstruktiv mit den Betroffenen so weiter gehen werde. Dazu gehöre auch der Projektbeirat, dessen Arbeit das Land mit 100.000 Euro im Jahr unterstütze.

kle

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