Neun Studenten gestalten Arbeiten für die Herbstpräsentation der Kreissparkasse

Die Kunstwerke und ihr reizender Ausstellungsort

Warum es Glückskekse sein mussten, die sich hinter dem KSK-Sparschwein vergoldet wiederfinden, mag sich jeder selbst zusammenreimen. „Das Gut“ ist eine der Arbeiten, die Ines Domke und ihre Kommilitonen für die Herbstkunsttage anfertigten. - Foto: Niemann

Verden - Sie sind jährlich ein künstlerisches Highlight im Veranstaltungskalender der Allerstadt und sicher auch ein Lichtblick an trüben Novembertagen: die Herbstkunsttage der Kreissparkasse Verden. Am Montagabend wurde in der Hauptgeschäftsstelle an der Ostertorstraße bereits die 28. Auflage der traditionellen Kunstschau eröffnet. Diesmal richtet sie den Fokus auf die Kreativität von Kunstschaffenden aus der Region.

Unter dem vielsagenden Titel „Reizend 9“ präsentieren neun Studierende der Hochschule für Künste im Sozialen aus Ottersberg, Kerstin Beckemeier, Ineke Domke, Julien Fettkötter, Ariane Holz, Mayk Intemann, Sophia Jürgens, Lydia Radzuweit, Nils Rüdiger und Lucie Schlüter, Ölmalereien, Zeichnungen und Skulpturen sowie raumgreifende Installationen und Interventionen. Bis zum 2. Dezember sind sie zu sehen sind.

„Reizend 9“, das geht einher mit der Bereitschaft der Kreissparkasse, bei ihrer Ausstellung völlig neue Wege zu gehen. Den beteiligten Kunstschaffenden ermöglicht sie eine Schau, die mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln die Bewertung und durchaus auch die kritische Auseinandersetzung mit dem Veranstaltungsort, dem Kreditinstitut, sucht. Ein ebenso mutiger wie reizvoller Aspekt der Herbstkunsttage. Und der akademische Geschäftsführer der Ottersberger Hochschule, Professor Dr. Ralf Rummel-Suhrcke reflektierte genau diesen Blickwinkel. Die Details zu den Kunstwerken erörterten dann die die Studenten begleitenden Professoren, Jochen Stenschke und Michael Dörner.

Doch zunächst hatte die Vorstandsvorsitzende der KSK, Silke Korthals, die anwesenden Kunstfreunde begrüßt und dabei auch an vorausgegangene Herbstkunsttage erinnert, mit der Präsentation von regionaler und überregionaler Kunst im jährlichen Wechsel. „Was assoziieren Sie spontan mit dem Adjektiv reizend? Mir fallen lieblich, nett, herrlich und gefällig ein. Aber auch Gegenteiliges, wie ätzend oder gefährlich“, so Korthals. Und genau so verhalte es sich auch mit der Kunst, denn Kunstwerke lösten Reize im Betrachter aus, könnten ebenso Verzücken wie Unbehagen auslösen, sodass der Titel „Reizend“ für die verschiedenen Wirkungen von Kunst stehe.

In ihrer Rede verwies Korthals aber auch auf den Mut, den der Veranstalter beweisen musste. „Wir haben das Thema nicht vorgegeben und alle Exponate sind für den heutigen Tag entstanden. Wir wussten also nicht, was passieren würde und haben uns in die Hände der Hochschule begeben.“

Der offiziellen Eröffnung folgte der traditionelle Rundgang der Besucher durch die Ausstellung und nicht wenige standen vor den Kunstwerken und haderten mit der Bedeutung. Beispiele sind die Installationen aus Krawatten von Ariane Holz oder das hinter dem KSK-Sparschwein drapierte Häuflein Glückskekse von Ineke Domke, das den Titel „Das Gut“ trägt.

Die Kunstwerke erweisen sich als beeindruckender Spiegel des Könnens der Studenten, die aber zugleich vieles fragen und vieles in Frage stellen. Sie offenbaren sich, ihren jeweiligen Arbeitsprozess und ihre Position zur Ausstellungsörtlichkeit. Deutlich erkennbar bei allen Arbeiten ist, dass sie von der Wirkung des Ortes, in dem sie präsentiert werden, inspiriert wurden. 

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