Theologin Heide Krause-Frische referiert

Frauenfrühstück behandelt die "Kunst zu verzeihen"

Die Theologin Heide Krause-Frische aus Minden (r., hier mit Moderatorin Rosa Heimsoth) gab Tipps zum Verzeihen. J Foto: Niemann

Verden - „Die Kunst zu verzeihen“ hieß das Kernthema beim 17. Frauenfrühstück, zu dem die Verdener Baptistengemeinde in die Hohe Leuchte eingeladen hatte. Durch den großen Besucherandrang von Frauen aus dem ganzen Landkreis gab es vor Ort alle Hände voll zu tun, aber das eingespielte Team schaffte auch diese Herausforderung ohne Zeitverzögerung.

Denn bevor die Referentin, die Theologin Heide Krause-Frische aus Minden, in der von Rosa Heimsoth moderierten und von Regina Ritter musikalisch umrahmten Veranstaltung von der Kunst des Verzeihens sprach, wurde erst einmal gefrühstückt.

Diesmal hatten 120 Frauen die Einladung in das Gemeindehaus nur allzu gern angenommen und damit den Gastgeberinnen einen neuen Rekord beschert. „Am ersten Frauenfrühstück nahmen rund 30 Frauen teil. Inzwischen führen wir bereits eine kleine Warteliste, weil wir nicht ausreichend Platz für alle Interessentinnen haben“, hieß es aus den Reihen der Organisatorinnen.

Denn es sind immer auch Tipps fürs Leben und die Bewältigung des Alltags, die es beim Frauenfrühstück für die gibt. Diesmal ging es um die Frage, was zu tun ist, um das Verzeihen zu erleichtern? Im ersten Schritt, so der Rat der Referentin, sollte man sich mit den Wurzeln des eigenen Grolls auseinandersetzen und sich diesen auch eingestehen. Denn wenn man schlecht behandelt oder enttäuscht worden sei, seien Gefühle wie Verärgerung, Zorn, Verwirrung, Angst oder Traurigkeit vollkommen normal. Man solle sich daher das Geschehene, das man bislang nicht verzeihen konnte, nochmals in Erinnerung rufen und sich die Frage stellen, was man selbst zu der Situation beigetragen habe.

Heide Krause-Frische machte deutlich, dass durch das Vergeben das, was der andere getan hat, nicht automatisch gut werde. Man könne es nach wie vor „falsch“, „niederträchtig“ und „unangemessen“ finden. Durch das Verzeihen entscheide man sich jedoch dazu, nicht länger zuzulassen, dass die Tat oder das Ereignis das Leben dauerhaft negativ beeinflusse.

Als weiteren Schritt bezeichnete sie das eigene Bewusstsein, auch wirklich verzeihen zu wollen. „Gehen Sie aber kleine Schritte“, so ihr Rat. Krause-Frische verhehlte nicht, dass Verzeihen kein Allheilmittel ist. „Es gibt sicher Ereignisse, die man nicht verzeihen kann“, sagte sie und dass sie hier auf das Gericht Gottes vertraue. „Das ist auch mir ein Trost angesichts der aktuellen Geschehnisse auf der Welt.“

Das nächste Frauenfrühstück findet statt am Sonnabend, 18. Februar 2017. Als Referentin wird Olivia Busse zum Thema „Wenn gut nicht gut genug ist“ sprechen.

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