Ein kleines Aller-Schlösschen

Verein St. Johannisheim eröffnet Service-Wohnen Reeperbahn mit elf Einheiten

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Schlüsselübergabe an der Reeperbahn: Architekt Gregor Dreischhoff (rechts) überreichte das Stück an Helmut Oltmanns (4. v. l.) und Detlev Wittenberg (2. v. r.). 

Verden - Der Ausblick ist atemberaubend. Warum Verden eine Stadt am Fluss ist, wird eindrucksvoll demonstriert. Gestern eröffnete das Service-Wohnen Reeperbahn elf neu erbaute Wohnungen. Der Verein St. Johannisheim ergänzt damit die bestehenden 33 Service-Wohnungen in der Ritterstraße.

Architekt Gregor Dreischhoff hatte aus diesem Anlass einen überdimensionierten Schlüssel mitgebracht, den er dem Vorsitzenden des St. Johannisheims, Helmut Oltmanns, in die Hand drückte. Das Mitbringsel wanderte umgehend an Geschäftsführer Detlev Wittenberg weiter. Dreischhoff dankte den Vertretern der Stadt (Bürgermeister Lutz Brockmann und Fachbereichsleiterin Birgit Koröde waren gekommen), den bauausführenden Firmen („alles ortsansässige Handwerker“) sowie seinem Bauleiter Ullrich Kasper.

„Wir haben ein stolzes, für sich stehendes Gebäude geschaffen“, sagte der Architekt nicht ohne Stolz. Die neuen Mieter sehen das Ganze offenbar durch eine ähnliche Brille. Innerhalb eines Tages waren alle Wohnungen an den Mann oder die Frau gebracht worden. Die Barrierefreiheit wie auch die anderen Annehmlichkeiten, die das nahe St. Johannisheim bietet, dürften dazu maßgeblich beigetragen haben. Dreischhoff ließ in seinen Einführungsworten nicht unerwähnt, dass er in unmittelbarer Nachbarschaft ähnliche Projekte gern noch aus der Taufe heben würde. Dazu müsste er allerdings auch den Zugriff haben, was augenscheinlich so ohne weiteres nicht zu bekommen sein dürfte. Die Reeperbahn aber würde vermutlich weiter gewinnen.

Wenn auch die Mietpreise für Verdener Verhältnisse nicht die allergünstigen sind, was Dreischhoff, Brockmann und Wittenberg bei einem Rundgang durch das Gebäude durchaus einräumten, ließe sich manche Wohnung, zum Beispiel mit Glasbalkon und Ausblick auf den Allerpark, durchaus als Filetstück einordnen. Irgendwann könnte der Wunsch des Stadtrates, die Reeperbahn möge eine Parkallee werden, Wirklichkeit werden.

Das Konzept des Service-Wohnens ist ebenso plausibel wie nachdenkenswert. Es ist konzipiert für Menschen, die noch rüstig und aktiv sind sowie sich selbst versorgen können, aber für eine Zeit vorsorgen wollen, in der sie vielleicht nicht mehr so mobil sind und sich Hilfe und gute Betreuung in unmittelbarer Nähe wünschen. Auf Wunsch seien weitere Serviceleistungen möglich, so Geschäftsführer Wittenberg.

koy

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