„Weihnachten im Schuhkarton“ startet wieder 

Mit kleinen Dingen Kindern eine Freude bereiten

Unter den Verdener Geschäftsleuten hat Monika Berlitz (r.) viele gefunden, die sie bei der Weihnachtsaktion unterstützen. - Foto: Reichelt

Verden - Am Weihnachtsabend ist die Stimmung traditionell festlich und erwartungsvoll. Eltern wissen, wie schön es ist, in die strahlenden Augen eines Kindes zu blicken, das gerade seine Geschenke geöffnet hat. Umso bedauerlicher ist, dass viele Kinder und Eltern auf diese besondere Freude verzichten müssen, weil sie zu arm sind.

Monika Berlitz engagiert sich in Verden seit mehr als zehn Jahren für solche Familien. Mit „Weihnachten im Schuhkarton“ hilft sie jedes Jahr die Möglichkeit, Mädchen und Jungen eine große Freude zu machen, die sonst das Fest ohne Geschenk feiern müssten. „Es ist ein tolles Zeichen für die Kinder, das ihnen etwas geschenkt wird“, meint sie.

Jeder kann sich an der Aktion mit einem Beitrag beteiligen. Bis zum 15. Novemver können die Päckchen an allen Annahmestellen im Landkreis Verden abgegeben werden. Dabei ist auf einiges zu achten. Anfänglich muss das Alter und Geschlecht des Empfängerkindes angegeben werden. Die entsprechenden Aufkleber finden sich im Flyer der Aktion oder zum Herunterladen im Internet. Sie müssen auf den Karton geklebt werden. Die Flyer werden an jeder Annahmestelle verteilt.

Der Deckel des Päckchens muss abnehmbar bleiben und es wäre gut, wenn es schön verpackt abgegeben wird. Wer dazu aber keine Zeit hat, kann es auch ohne Verpackung abgeben. „Eine Packparty, wie in den vergangenen Jahren wird es aber diesmal nicht geben“, weiß Berlitz. Für das weihnachtliche Outfit der Schuhkartons wird sie sorgen müssen.

Eine empfohlene Spende von acht Euro an der Annahmestelle oder als Überweisung hilft, die Aktion am Laufen zu halten und die weiteren Schritte zu finanzieren.

Neben einer persönlichen Karte werden Spielsachen, Süßigkeiten, Hygieneartikel und ungebrauchte, neue Kleidung als Geschenke empfohlen, da es mit vielen anderen Dingen Zollprobleme geben kann. Die fertigen Pakete machen sich dann auf den Weg nach Osteuropa, wo sie von vielen Helfern an die Kinder verteilt werden.

Monika Witt ist seit fünf Jahren in Verden dabei. Eine Familie die ihr Paket erhalten hat, wollte gerne dafür danken. „Sie hatten aber zu wenig Geld für das Porto“, erzählt sie. Deswegen hätten sie den Brief an einer Kirche abgegeben, die bei Weihnachten im Schuhkarton mitmacht. Über Berlin sei das Schreiben dann bei ihr angekommen. „Am Nikolaustag“, erinnert sie sich: „Es war eine große Freude für mich.“ 

fgr

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