8 829 Kinder übten richtiges Zähneputzen

35 Jahre engagiert gegen Karies

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Der Schul- und Jugendzahnärztliche Dienst klärt über Karies auf (v. l.): Prophylaxe-Fachkräfte Barbara Seckinger, Susanne Scheele, Annett Haase und Martina Sackmann mit Dörte Rutzen. 

Landkreis - Richtiges Zähneputzen gegen Karies: 8 829 Schülerinnen und Schüler im Kreisgebiet absolvierten im zurückliegenden Schuljahr ein Zahnputztraining. Angeleitet wurden sie dabei von den vier Prophylaxe-Fachkräften des Schul- und Jugendzahnärztlichen Dienstes des Landkreises, teilt der Pressesprecher der Behörde, Ulf Neumann, mit.

„Im Vordergrund des Trainings steht das praktische Einüben, was einerseits Sprachbarrieren überwindet, andererseits auch ein gegenseitiges Abgucken ermöglicht, wenn es um Bürstendruck und Putzdauer geht“, erklärt Jugendzahnärztin Dörte Rutzen. Gesunde Zähne, so Rutzen, gehörten nicht nur zu einer gepflegten Erscheinung, sondern seien auch wichtig für Nahrungsaufnahme und Sprachfähigkeit.

Jedes Kind im Landkreis habe die Chance, an einer Gruppenprophylaxe wie auch an den zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen teilzunehmen. Die Maßnahmen würden von den gesetzlichen Krankenkassen und dem Landkreis finanziert. „Schon 1981 – also vor 35 Jahren – führte eine Prophylaxe-Fachkraft in einigen Kindergärten die ersten Zahnputzübungen durch. Inzwischen gibt es vorbeugende Angebote für alle Altersstufen bis zum sechzehnten Lebensjahr“, erläutert Rutzen.

Mit Babybürsten ausgestattet

Rund 1 200 Eltern neugeborener Kinder wurden in diesem Jahr im Rahmen der Willkommensbesuche von den Familienbesucherinnen geschult und mit Tipps zur Zahngesundheit sowie einer Babybürste ausgestattet. „Ob es um die Übertragung von Kariesbakterien der Eltern auf die Säuglinge durch das Ablecken des Schnullers oder Löffels geht, um den Schutz durch Zähneputzen ab dem ersten Milchzahn oder um das dringend empfohlene Trinken aus Tassen anstatt aus Nuckelflaschen, Vorbeugung kann nicht früh genug beginnen“, unterstreicht die Jugendzahnärztin.

In Kindergärten und Krippen erreichte der Schul- und Jugendzahnärztliche Dienst rund 3 000 Kinder mit seinen Prophylaxe-Übungen und Untersuchungen. Die Ergebnisse können sich mittlerweile sehen lassen: 78 Prozent der Vorschulkinder haben ein naturgesundes Gebiss.

Diese Zahl ist seit dem Schuljahr 2010/2011, also seit fünf Jahren, konstant. Zum Vergleich: Bei den ersten durchgeführten Reihenuntersuchungen im Landkreis 1983 zeigten in den Kindergärten nur 48 Prozent der Kinder naturgesunde Zähne.

„Eigentlich ist es ganz einfach, schöne Zähne zu behalten.“

Im Grundschulalter wiesen im zurückliegenden Schuljahr 44 Prozent der Kinder kariesfreie Gebisse auf. Ab der fünften Klasse variierten die Zahlen kariesfreier Kinder je nach Schultyp von 28 Prozent an Hauptschulen, 42 Prozent an Realschulen, 43 Prozent an Oberschulen, 49 Prozent an der Gesamtschule bis hin zu 64 Prozent bei Gymnasiasten.

„Regelmäßiges Putzen mit großen Kreisen, die Anwendung von Zahnseide, halbjährliche Kontrollen und professionelle Zahnreinigung in Zahnarztpraxen und vor allem eine zuckerarme Ernährung – eigentlich ist es ganz einfach, schöne Zähne zu behalten“, fasst Rutzen zusammen.

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