Bundesforschungsministerin Johanna Wanka besucht Firma Onlyglass 

Innovationskraft kleiner und mittlerer Unternehmen fördern

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Rundgang im Verdener Unternehmen Onlyglass: Geschäftsführer Walter Tietz, Bundesforschungsministerin Johanna Wanka, Bundestagsabgeordneter Andreas Mattfeldt und CDU-Kreisvorsitzender Adrian Moh(r (v.l.). 

Verden - Prominenter Besuch bei Onlyglass in der Siemensstraße. Auf Initiative des Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt (CDU) besuchte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, das Verdener Unternehmen. Ihr Interesse galt vor allem der innovativen „Onlyglass Mediafacade“. Ihren Besuch nahm die Ministerin ebenfalls zum Anlass, über das Thema Forschungsförderung in mittelständischen Unternehmen zu sprechen.

Walter Tietz, Geschäftsführer von Onlyglass, stellte zunächst das Unternehmen vor und berichtete anschließend über die Einsatzmöglichkeiten der Medienfassade. Durch ein transparentes LED-Display, das direkt im Isolierglas integriert ist und mit der Gebäudehülle verschmilzt, sind großflächige Darstellungen an der Außenhülle möglich, ohne etwas an der Fassade zu verändern. „Architekten habe die Möglichkeit, damit zu spielen“, erklärte Tietz und nannte diesen neuen Trend „Mediatektur“. „Stellen Sie sich vor, lokale Nachrichten an einer Fassade sichtbar zu machen“, beschrieb er eine der vielfältigen Möglichkeiten.

Ein weiterer Vorteil dieses Systems ist, dass Sonnenlicht wie bei einem normalen Isolierglas uneingeschränkt in das Innere des Gebäudes gelangt. Die „Onlyglass Mediafacade“ ist unter anderem am Spielbudenplatz in Hamburg und am Times Square in New York installiert.

Die Bundesministerin zeigte sich von der Innovation des mittelständischen Unternehmens sehr beeindruckt. Die Bundesrepublik Deutschland stelle nur einen Prozent der Weltbevölkerung, sei aber die viertstärkste Industrienation der Welt. „Entscheidend sind Entdeckerfreude, Innovation und Fachkräfte.“ Als Gefahren stünden dem die demographische Entwicklung und die Globalisierung gegenüber. „Wenn wir unsere Stärke halten wollen, müssen wir uns anstrengen“, betonte Wanka. Wichtig sei daher, die Forschung zu fördern. „Es geht aber nicht nur um Geld, sondern auch darum, wie man es einsetzt“, machte die Ministerin deutlich. „Wir brauchen Förderung für die Themenbereiche, die für Deutschland wichtig sind.“

Gerade der Mittelstand bedürfe besonderer Förderung. Zwar seien in letzter Zeit mehr Fördergelder ausgegeben worden, aber die Innovationskraft in kleineren und mittleren Unternehmen sei nicht gestiegen. Um dies zu ändern, gebe es das Zehn-Punkte-Programm „Vorfahrt für den Mittelstand“. Unter anderem sei die Hemmschwelle gesenkt worden, einen Antrag auf Fördermittel zu stellen.

Ein weiteres Ziel des Programms sei es, die kleinen und mittleren Unternehmen in die richtigen Partnerschaften zu bringen, zum Beispiel mit Hochschulen in ihrer Region oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die Förderinitiative „Innovationsforen Mittelstand“ schaffe für mittelständische Unternehmen bessere Voraussetzungen, eigene Innovationsaktivitäten sowie neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Beim abschließenden Rundgang durch den Betrieben hatte Wanka die Gelegenheit, sich selbst ein Bild von den innovativen Onlyglass-Produkten zu machen. 

ahk

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