Giesinger bringt Halle zum Kochen

„HalloVerden“: Inklusion inklusive

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Max Giesinger gab alles – und wurde vom Publikum dafür auch mit reichlich Applaus belohnt.

Verden - Die 6. Auflage von „HalloVerden“, dem inklusiven Musikfestival der Lebenshilfe Rotenburg-Verden am Sonnabend in der Stadthalle, setzte erneut ein Zeichen für Menschlichkeit und ein offenes Miteinander. Rund 1 .000 Besucher genossen die Musik regionaler Bands und von Max Giesinger, dem Hauptact des von Bremen-Vier-Reporterin Chrissie Loock moderierten Festivals.

Dass es eine gute Idee war, Max Giesinger bereits am frühen Abend und nicht erst zu später Stunde auftreten zu lassen, wurde bereits vor Beginn klar: Der Musiker ist ein Publikumsmagnet und die Schlange vor dem Einlass war entsprechend lang.

Wie man das „HalloVerden“ standesgemäß eröffnet, das machten aber zunächst „the scnd“ und „The Keltics“ auf der großen Bühne und „Phaenotypen“ und „Cats TV“ im kleinen Saal der Stadthalle vor, wo die Fans ihre Musik und sich selbst feierten. Kurz vor 20 Uhr war es dann endlich soweit: Max Giesinger & Band übernahmen.

Tolle Stimmung in voller Halle: Die Zuschauer ließen sich von Max Giesinger bereitwillig zu allerlei Spielchen verleiten. 

„Der Junge, der rennt“, stimmte er bereits aus dem Off heraus an und bahnte sich erst dann den Weg auf die Bühne. Als der Künstler dann sichtbar in Erscheinung trat, wurde der Lärmpegel schnell ohrenbetäubend. „Ihr seid gut drauf“, fand Giesinger und wirkte dabei, als wollte er die Gelegenheit, auf der Bühne alles zu geben, verdammt noch mal auch nutzen. Die Songs stammten überwiegend von seinem zweiten, im April erschienenen Album „Der Junge, der rennt“. Nachdenkliche, leise Songs, dann wieder schnellere Lieder, die zum Mitsingen und Tanzen animierten, tauchten das Publikum in ein Wechselbad der Gefühle.

Giesinger schien die besondere Atmosphäre ebenso zu genießen wie die, die gekommen waren, um ihn zu hören und zu sehen. Welche Ecke der Stadthalle kann lauter schreien? Kriegen wir es hin, dass beim nächsten Song alle springen und die Arme hochreißen? Die Fans machten bei allen Spielchen bereitwillig mit.

Fast alle sangen mit

Natürlich bekamen die Fans auch noch das, was Giesinger bekannt gemacht hat: das Lied „80 Millionen“. Und das brachte die Halle dann endgültig zum Kochen.

Fast alle sangen mit. Und trotz anfänglicher Berührungsängste derer, die nicht täglich mit Behinderungen umgehen, entwickelte sich eine unglaubliche Atmosphäre – ein selten erlebtes Miteinander. Handicaps waren nicht mehr existent, ausgelassene Freude bahnte sich bei allen Besuchern ihren Weg und spiegelte sich in deren Gesichtern wider. „Wollt ihr noch mehr?“, rief Giesinger in die Menge und die Antwort folgte stets prompt: „Jaaa!“

„Hallo Verden“-Festival mit Max Giesinger

Aber Giesinger war ja längst nicht alles, was das Festival an musikalischer Vielfalt zu bieten hatte: Im kleinen wie im großen Saal der Stadthalle ließen weitere acht regional bekannte Bands teils mächtig Dampf ab und hauten den Besuchern des Festivals facettenreiche Mucke von Pop bis Rock um die Ohren.

Viel Personal – davon alleine rund 60 ehrenamtliche Helfer aus dem Kreis des Veranstalters – sorgten für kurze bis keine Wartezeiten am Einlass, an den Bars und beim Catering. Die Künstler gaben sich allesamt in Bestform und das Publikum war freudig-entspannt, sodass auch die sechste Festivalauflage als rundum gelungen bezeichnet werden kann. 

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