Zu Fuß bestens orientiert

Im Stadtwald zeigen Schilder, wo es lang geht 

Farbig und übersichtlich sind die Wege im Stadtwald auf wetterfesten Tafeln abgebildet.

Verden - Wer im Verdener Stadtwald unterwegs ist, der kann sich schon mal verlaufen? „Nein, kein Problem mehr, sämtliche Wege sind mit Namensschildern gekennzeichnet“, freut sich Christoph Gürlich. Der Seniorenbeauftragte der Stadt Verden hatte vor Jahren eine Initiative angeschoben, die nun erfolgreich umgesetzt wurde.

Im Stadtwald ist Christoph Gürlich regelmäßig Gast, dort kennt er jeden Baum und Strauch. Wer ihn nach dem Weg fragt, dem kann er, ohne groß zu überlegen, aus der Patsche helfen. Macht er auch, wenn er denn vor Ort ist. Aber er kann auch nachvollziehen wie es ist, wenn es keinen Wegweiser gibt. „Vor Jahren hatte mich jemand angesprochen, dem mitten im Wald schlecht wurde. Ein Handy hat zwar jeder dabei, doch der Mann wusste gar nicht genau, wo er war und konnte über Notruf nur sehr vage Angaben machen“, so Gürlich. Auch für die Rettungssanitäter war das ein Problem, wollen sie doch möglichst schnell auf kürzestem Weg zum Einsatzort.

Nun ist alles sehr viel einfacher. Gürlich steht am Brunnenweg, neben einem schmucken Schild. „Tütheideweg“ ist in weißen Buchstaben auf dunklem Brett zu lesen. „Sieht doch gut aus“, freut sich der Seniorenbeauftragte.

Doch damit nicht genug. Er geht ein paar Schritte weiter. Im Schatten, unweit der Wegmarkierung und gut sichtbar, steht ein weiteres Schild, farbig gestaltet, auf dem das gesamte Wegenetz übersichtlich und maßstabgetreu abgebildet ist. Insgesamt sind es elf Wege, links und rechts des Brunnenweges, die, passend zur Umgebung, benannt werden. „Alle Wege sind übersichtlich aufgezeichnet, der eigene Standort markiert und auch Menschen mit Behinderung, erfahren, wo sie sich barrierefrei bewegen können“, weiß Gürlich.

Die Namen der einzelnen Wege sind eng mit der Geschichte des Waldes verbunden. Stadtrat Verden und Ortsrat Scharnhorst hatten öffentlich dazu aufgerufen, Vorschläge einzubringen. Und so laufen die Spaziergänger über den Halsebachweg, zum Waldspielplatzweg, über den Bogenweg, durch den Dünenweg, den Tütheideweg, den Paradiesweg, den Reithallenweg und den Heideweg. Wer sich in der Nähe des Sitzes der Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung (VIT) bewegt, der stößt auf den Heinrich-Schröder-Weg. Der Name steht für den Gründungsvorsitzenden der VIT.

Für Gürlich ist das Projekt abgeschlossen und er spart nicht mit Lob. „Für die gelungene Umsetzung bin ich Stadtrat, Ortsrat Scharnhorst und der Verwaltung sehr dankbar“, so der Seniorenbeauftragte. Und nicht nur er: „Ich habe auf meinen Spaziergängen schon viele Leute getroffen, die sich sehr positiv über Wegweiser und Beschilderung geäußert haben.“J mw

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