Birgit Scheibe und Julia Nehus spielen weihnachtliches Theaterstück „Ox und Esel“

Hibbelige Hufe und mürrisches Muh

+
Birgit Scheibe und Julia Nehus (v.l.).

Verden - Weihnachten ist zwar noch ein bisschen hin und auch die Temperaturen lassen in diesen Tagen nicht unbedingt an Schneeflocken denken. Das hält Museumspädagogin Julia Nehus aber nicht davon ab, mit kuschelig-warmer Eselmütze für ein weihnachtliches Theaterstück zu proben, das sie gemeinsam mit Schauspielerin Birgit Scheibe und Regisseur Christoph Plünnecke im Advent auf die Bühne bringt.

„Ox und Esel“ heißt das Stück, das im Verdener Domherrenhaus spielt. „Das ist einfach eine schöne Location fürs Theater. Vor allem, weil hier früher tatsächlich Ochsen und Esel im Stall gelebt haben“, erzählt Nehus. Die Museumspädagogin schlüpft in die Rolle des hibbeligen Esels und zieht dafür sogar ihre Steppschuhe an. „Ich kann steppen und der Klang passt gut zum hektischen Klackern der Eselhufe.“

Birgit Scheibe mimt den Ochsen – da trifft sich gut, dass die Schauspielerin Blechblasinstrumente spielen und somit das mürrische „Muh“ des Ochsen vertonen kann: „Wir haben uns gefragt: Was haben wir für Fertigkeiten? Welche Rolle passt zu uns? Und so enstand die Rollenverteilung. Was aber nicht bedeutet, dass ich mürrisch wie der Ochse bin“, lacht Scheibe. Ox und Esel machen im Theaterstück eine wundersame Entdeckung in der Futterkrippe: Da liegt doch tatsächlich ein kleines Menschenkind. Und das wird von Soldaten und drei Männern gesucht. Ox und Esel wissen nicht so wirklich, was sie mit dem kleinen Geschöpf anfangen sollen – so passieren viele lustige und spannende Dinge im kleinen Stall. „Wir wollten eine märchenhafte Weihnachtsgeschichte auf die Bühne bringen. Ich glaube, viele Kinder wissen gar nicht mehr, warum wir Weihnachten eigentlich feiern. Dabei ist uns auch der Kontakt zum Theater wichtig, denn mal ehrlich: Wann war man zuletzt im Museum oder Theater? Daher hat das Stück auch einen Bildungsauftrag. Die Geschichte vermittelt ganz wunderbar Werte wie Freundschaft, Vertrauen und Engagement“, betont Scheibe.

Natürlich richtet sich das Stück nicht nur an Kinder und Schulklassen, sondern an alle. „Vielleicht können wir ja auch Senioren damit begeistern“, sagt Nehus. Die beiden Schauspielerinnen sind zumindest gespannt auf die Resonanz, denn es ist das erste Kindertheater im Domherrenhaus. Sogar ein bisschen „Angst“ ist dabei: „Kindertheater hat es schwer. Die Kiddies sind an moderne Technik gewöhnt und an dieses ganze Piff-Paff-Puff. Aber wir sind live, handmade und authentisch und wollen damit überzeugen“, betont Scheibe.

„Kinder sind auch einfach ehrlicher. Wenn die etwas doof finden, zeigen die das, dann gibt es keinen Anstands-Applaus,“ lacht Nehus. Die Beiden sind stolz auf ihr Werk, das sie schon fleißig proben. „Wir haben toll als Team zusammengearbeitet. Es ist super, dass wir mit Regisseur Christoph Plünnecke jemanden dabei haben, der quasi die ‘Draufsicht’ auf das Projekt hat.“

Das Stück „Ox und Esel“ feiert am Samstag, 26. November, 16 Uhr, im Domherrenhaus Premiere. Die Karten gibt es ab sofort zum Kinderpreis von acht Euro und zum Erwachsenenpreis von zehn Euro im Domherrenhaus und bei der Buchhandlung Vielseitig. Weitere Aufführungstermine sind Sonntag, 27. November, 16 Uhr, Montag, 28., und Mittwoch, 30. November, jeweils um 10 Uhr, sowie Samstag, 3. Dezember, um 16 Uhr. mas

Mehr zum Thema:

Späte Tore lassen Werder jubeln

Späte Tore lassen Werder jubeln

Eindrücke vom Oktoberfest: Blauer Himmel und gute Laune

Eindrücke vom Oktoberfest: Blauer Himmel und gute Laune

Illuminierte Nacht in Scheeßel

Illuminierte Nacht in Scheeßel

Welt-Artenschutzkonferenz entscheidet über 500 Tierarten

Welt-Artenschutzkonferenz entscheidet über 500 Tierarten

Meistgelesene Artikel

Brand einer Scheune in Holtum (Geest)

Brand einer Scheune in Holtum (Geest)

Frau ist hilflos eingesperrt

Frau ist hilflos eingesperrt

Landwirtschaftsmeister Henning Müller fährt Ernte ein

Landwirtschaftsmeister Henning Müller fährt Ernte ein

„Kleingemüse“ sichert sich Platz eins

„Kleingemüse“ sichert sich Platz eins

Kommentare