Domgymnasium auf der Fachtagung der deutschen Unesco-Projekt-Schulen vertreten

Ein engagierter Auftritt der Bigband in der Kaiserpfalz von Goslar

Die Bigband des Domgymnasiums spielte bei der Auftaktveranstaltung in der Kaiserpfalz. - Foto: Domgymnasium

Verden/Goslar - Einen beschwingten Auftakt bereitete die Bigband des Verdener Domgymnasiums der Fachtagung der deutschen Unesco-Projekt-Schulen in Goslar. Unter dem Motto „Brennpunkt: Zukunft – Herausforderungen und Chancen prospektiver Bildung“ hatten sich 160 Landesdelegierte zunächst in der Kaiserpfalz versammelt, um sich durch Impulsreferate inhaltlich auf diese 51. Bundestagung einzustimmen.

Mit jeweils sehr eindrucksvoll antwortenden Musikbeiträgen der Bigband unter der Leitung von Michael Spöring entstand thematisch passend ein motivierender Spannungsbogen zum Schlussbeitrag, den Walter Hirche, Ehrenpräsident der Deutschen Unesco-Kommission, mit „10 Thesen prospektiver Bildung“ überschrieben hatte.

Die Tagung wurde anschließend im Hotel „Achtermann“ fortgesetzt. „Zusammenleben lernen in einer pluralistischen Welt in kultureller Vielfalt“ ist ein Bildungsziel der Projekt-Schulen. Mit dem Domgymnasium hat auch der Landkreis Verden eine von 250 Unesco-Schulen in Deutschland, die sich intensiv der internationalen Verständigung und Zusammenarbeit verschrieben hat. Darüber hinaus stellt die Schule seit Februar mit dem Lehrer René Schumacher auch den amtierenden Landeskoordinator der Schulen in Niedersachsen.

Das Netz der etwa 10 000 angeschlossenen Einrichtungen spannt sich weltweit über 180 Länder. Was sie eint, ist das Streben nach Chancengleichheit, Einhaltung der Menschenrechte und dem verantwortlichen und nachhaltigen Umgang mit Kultur und Umwelt. Die zahlreichen Projekte stehen im Laufe eines Schuljahres für kulturelle Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Nie waren Fragen zum friedlichen und demokratischen Miteinander, zu Menschenrechten, Toleranz und interkulturellem Lernen wichtiger als heute. Alle diese Fragen bilden die Grundlage für friedliches Zusammenleben – regional, national, europäisch und weltweit. Auf dieser Basis wurde auch auf der Tagung in Goslar in elf recht anspruchsvollen Workshops gearbeitet, deren Ergebnisse in die schulische Alltagsarbeit einfließen sollen. Gerade die Impulse zur Willkommenskultur weltweit im Vergleich zu Angeboten in den Schulen wurden präsentiert. Auch die heterogene Schülerschaft wurde diskutiert und mit Perspektiven ausgestaltet.

Am Ende der Tagung wurde das neue Motto für die „internationalen Projekttage“, die die Unesco-Schulen seit 1984 im Zweijahresrhythmus bearbeiten und präsentieren, demokratisch beschlossen. Es lautet bis Ende August 2018: „Brennpunkt: Zukunft – Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen“.

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