Verdener Aller-Stadtlauf am 26. August

Tischlerei Ingo Berkenkamp stellt  Firmenmannschaft vor

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Staffelstab-Wechsel in Trockenübung (v.l.): Markus Ahlgrimm, Ingo und Doreen Berkenkamp. 

Verden - Von Jürgen Thiele. Im kommenden Jahr möchte er die Halbmarathonstrecke in Berlin laufen. Regelmäßiges Training ist dafür Voraussetzung. Zur Formüberprüfung unter Wettkampfbedingungen kommt ihm der Verdener Aller-Stadtlauf am 26. August gerade recht. Ingo Berkenkamp ist Inhaber der gleichnamigen Tischlerei mit sieben Mitarbeitern in Verden. „In der vierten Generation bereits, seit 1941“, wie er nicht ohne Stolz betont.

Nach Feierabend bringt ihm das Laufen Entspannung. Da geht es dann immer allein nach und um Borstel herum. Den Lauf als sportlichen Ausgleich hatte er erst spät für sich entdeckt. Als Jugendlicher hat er immer Fußball gespielt. Sein bedeutendstes Ergebnis erzielte er in der A-Jugend mit dem Aufstieg in die Bezirksliga. An die hat er auch seine schönste Erinnerung als Torwart in der Oberliga. Und an ein Erlebnis denkt er besonders gerne zurück: „Ein Training mit dem Werder-Stürmer Uwe Reinders, das habe ich als Gewinn der Fußball-Zeitschrift Kicker bekommen!“

Klar, dass er sich auch weiterhin für Fußball interessiert, sein Lieblingsspieler ist „Poldi“ – Lukas Podolski. Im Verdener Stadtlauf sieht der Laufbegeisterte eine sportliche Herausforderung. Dazu passt auch ein sportliches Zitat, das er sich gemerkt hat: „Ein zufriedener Zweiter ist ein ewiger Verlierer.“ Diesen Spruch hat er sich auch für seine beruflichen Ziele als Gebot gesetzt. Weil er so laufbegeistert ist, läuft er beim Verdener Lauf nicht nur die Zehn-Kilometer-Strecke sondern auch noch die Drei-mal- 900-Meter-Staffel.

Ehefrau Doreen läuft auch wieder mit

Um – wie im Vorjahr – Mitläufer zu finden, musste er sich nicht weit umschauen: Ehefrau Doreen, im Büro der Firma tätig, läuft auch wieder mit. Sie treibt aktiv „nur“ noch Gesundheitssport. Davor hat sie 20 Jahre lang Handball gespielt und auch Leichtathletik betrieben. Ihre intensivsten Sportlerjahre erlebte sie im Alter von acht bis 14 Jahren, vor allem beim Langstreckenlauf. Ein dritter Platz bei den Bezirkstitelkämpfen ist ihr in guter Erinnerung geblieben.

Aber auch an den Klassenaufstieg im Handball erinnert sie sich gern. Der Spaß am Sport ist geblieben und das war auch der Grund für die Meldung zum Staffellauf. Doch fast hätte es in diesem Jahr nicht geklappt: Seit 14 Jahren feiern sie traditionell am Stadtlauftermin gemeinsam den Geburtstag von Tochter Vivien. Da haben die Eltern Berkenkamp dann den Familienrat einberufen, um eine Lösung zu finden. Ergebnis: „Ihr dürft laufen.“ Vivien und ihre Geburtstagsgäste schauen zu. Einen Wunsch aber haben auch die Eltern an den Veranstalter: „Macht mehr aus dem für Verden so bedeutenden Ereignis“.

Tischler Markus Ahlgrimm ist die Nummer drei

Aber da fehlt dann noch ein Läufer für die Staffel. Wie auf Bestellung kommt Tischler Markus Ahlgrimm im Büro dazu – er ist die Nummer drei. Der selbstbewusste 22-Jährige hat mit dem Sport schon mit sechs Jahren begonnen. Erst Handball, dann Basketball. Mit seinem TSV Morsum ist er Meister in der D-Jugend geworden. „Und in diesem Jahr war da noch der Nachtlauf in Bremen“, an den erinnert er sich gern. Da will er jetzt beim Staffellauf nochmal mit seinem Firmenteam gut abschneiden.

Auch Ahlgrimm startet am Laufabend zweimal, in der Staffel und über die 4,5-Kilometer-Strecke. Der leidenschaftliche Cabrio-Fahrer hat dann auch einen Wunsch an den Veranstalter: „Getränke, möglichst kalt“, das ist bei der Lauforganisation angekommen. Er möchte schon an seine Leistungsgrenze kommen. Der Veranstalter LAV Verden hat festgestellt, dass die Teilnehmerzahl der Firmenstaffeln in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist. Vielleicht finden sich am Beispiel dieser vorgestellten Firmenmannschaft ja neue Gleichgesinnte.

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