Altpfadfindergilde Störtebeker engagieren sich seit 30 Jahren

Eine Säule für Halt und Ordnung

Hans-Werner Metzing (Schatzmeister VDAPG), Herbert Krisam (Ehrenvorsitzender VDAPG), Karl-Heinz „Charly“ Finke (Sprecher Zentralgilde im VDAPG), Cathrin Stange (zweite Vorsitzende im VDAPG), Manfred Bosse (Sprecher der Gilde Störtebeker) und Wolfgang Splinter (v.l.) stellten sich für eine Erinnerungsfoto auf.

Verden - „Heutzutage ist es vielen lästig, Bindungen einzugehen. Wenn man da ein 30-jähriges Jubiläum feiert, kann man ein Wort in die Debatte einwerfen: Treue.“ Das sagte Herbert Krisam, Ehrenvorsitzender des Verbandes Deutscher Altfpfadfindergilden (VDAPG), anlässlich der Jubiläumsfeier der Altpfadfindergilde Störtebeker.

„Ihr seid die Säule, an der andere Halt und Ordnung finden und auf die man sich verlassen kann“, wandte er sich an die Jubilare. „Am 4. Juli 1986 setzten sich 18 ehemals aktive Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Stammes Amelungen zusammen, um eine Altpfadfindergilde zu gründen“, berichtete der Verdener Gildensprecher Manfred Bosse. 

Es fanden sich 28 Gründungsmitglieder und man einigte sich auf „Störtebeker“ als Namen, da dieser mit der Stadt Verden eng verbunden ist. Im Jahr darauf wurde die Altpfadfindergilde in den Verband Deutscher Altfpfadfindergilden (VDAPG) aufgenommen und gehört damit der weltweiten Altpfadfinderbewegung an, berichtete er weiter.

An jedem ersten Freitag im Monat treffen sich die Mitglieder, die seit 1991 eine Partnerschaft zu einer dänischen Gilde in Vejen pflegt. Dort soll die 25-jährige Partnerschaft im September gefeiert werden. Außerdem stehen immer wieder verbandsinterne Veranstaltungen auf dem Programm oder Fahrten beispielsweise zur Verteilung des Friedenslichtes in Wien.

Die Unterstützung des Verdener Pfadfinderstammes Amelungen hat sich die Gilde Störtebeker mit ihrer Gründung zur Aufgabe gemacht und dafür dankte den Jubilaren der Stammesführer Niklas Diering. „Wir freuen uns immer, auf euch zurückgreifen zu können“, so Diering. Insbesondere nach einem Brand im Pfadfinderheim am Klußdamm, wo am Freitag das Jubiläum in gemütlicher Runde gefeiert werden konnte, hätten die Altpfadfinder ihnen beispielhaft den Rücken freigehalten.

Aber auch das Engagement in sozialen Bereichen nimmt einen großen Teil der Arbeit der Altpfadfinder ein. Sammlungen für Flüchtlinge, Brillen für die Dritte Welt, Wasserpumpen für den Sudan oder die Krebshilfe, nannte Manfred Bosse als Beispiele. Aber auch das Zentralarchiv und Museum der Alfpfadfinder in Hehler wird von den Altpfadfindern unterstützt.

Neben Herbert Krisam aus Mühlheim war auch Cathrin Stange, zweite Vorsitzende des VDAPG (Verband Deutscher Altpfadfindergilden) aus Hamburg angereist. Sie überreichte eine Urkunde und eine Flasche Hamburger Kümmel. Das passte, denn feiern können die Altpfadfinder auch. - wb

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