Premiere der Theater AG Sek I des Gymnasiums am Wall

Eindrucksvoller Spürsinn

Arbeit macht durstig: Die Detektive gönnen sich ein Päuschen.

Verden - Wie vergnüglich kann doch ein Verbrechen sein. Die Theater AG Sek I am Gymnasium am Wall hat die Premiere der Kriminalkomödie „Keine Freunde – Keine Feinde“ von Barbara Peters mit großem Erfolg auf die Bühne gebracht.

Unter der Regie von Sarina Wilhelm standen für das Lustspiel mit Tiefgang über 30 Mitwirkende auf der Bühne der Schulaula, die selbst parodistische Kleinigkeiten zu vergnüglichen Szenen aufgewertet haben. 

Man nehme ein vielbeschäftigtes Ehepaar aus der gehobenen britischen Gesellschaft, ihre zwar reiche, aber sehr einsame Tochter, Hauspersonal, Kinder, polizeiliche und private Ermittler unterschiedlicher Auffassungsgabe und Intelligenz, ein zwar aufmerksames aber sehr armes Mädchen, Anne, eine Kramersfrau und eine Tante und natürlich zwei Ganoven, die der Geschichte den kriminellen Hintergrund geben. Denn Lizzie (Maira Symanczyk), die Tochter steinreicher Eltern, wird von zwei Möchtegern-Gangstern, dem netten Little Billy (Luzi Maj Leonhardt) und dem verschlagenen Big Jack (Carolin Baitler) entführt.

Doch anders als von den Ganoven erwartet, macht ihnen das pfiffige Mädchen das Leben schwer. Doch die von Lizzies Vater engagierten – eigentlich erfolglosen – Detektive Phill und Philipp Bluewater (Lae Hinz und Carolina Toaspern) lösen am Ende den Fall. Allerdings mit Unterstützung einer Tante, der vornehmen Lady Honeyball, die den beiden Verbrecherjägern die entscheidenden Tipps gibt.

„Keine Freunde – keine Feinde“ verlangt den jungen Akteuren mehr als „nur“ schauspielerisches Talent ab. So mussten die Mitwirkenden mehrheitlich große Textpassagen auswendig lernen, was aber alle mit Bravour gemeistert haben.

Theater: „Keine Freunde – Keine Feinde“

Und auch Backstage gab es viel zu tun, damit die Premiere reibungslos über die Bühne ging. Das Publikum hatte jedenfalls viel Spaß. Konzentriert und mit augenscheinlichem Interesse verfolgten die Mitschüler das Bühnenspiel und spendeten fortwährend spontan Applaus. Natürlich darf in dieser Geschichte auch das Happy End nicht fehlen, das im Übrigen etwas nachdenklich macht: Lizzies Eltern gewinnen die Erkenntnis, dass Geld wahrlich nicht alles im Leben ist, Lizzie selbst findet in der armen Anne die so langersehnte Freundin, der liebe Gauner wird als neuer Butler angestellt, während der alte Butler, der sich als Gangsterboss und eigentlicher Drahtzieher der Entführung entpuppt, fortan im Gefängnis schmort.

Der lange Applaus am Schluss der Aufführung gebührte dem ganzen Team, das über die gesamte Spiellänge hinweg mit seinem engagierten Spiel großartige Spannung mit viel Humor bot. Ein dickes Lob verdient aber auch die komplette Ausstattung des Spiels, der es an Professionalität wahrlich nicht mangelt.

Am Freitag, 26. August, um 19 Uhr, gibt es einen öffentlichen Aufführungstermin und am Montag, 29. August, wird in der 3. und 4. Schulstunde eine zweite Schulvorstellung gezeigt. Die Eintrittspreise betragen für Erwachsene fünf und für Jugendliche drei Euro.

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