Bürgermeister Brockmann verleiht E-Karte

Ehrenamtlichen Einsatz gewürdigt

Christin Fresen (Stadt Verden) informiert über die Koordinierungsstelle „Inklusion, Integration und Prävention“.

Verden - Die Koordinierungsstelle „Inklusion, Integration und Prävention“, die Freiwilligenagentur „Zeitspende“ und das Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie & Zivilcourage (Wabe) öffneten Freitag für die Veranstaltung „Holzmarkt aufgeschlossen“ ihre Türen, um interessierten Besuchern ihre Arbeit und die Räumlichkeiten vorzustellen.

Die Veranstaltung bot zugleich Gelegenheit für Bürgermeister Lutz Brockmann, die Niedersächsische Ehrenamtskarte (E-Karte) an Bürgerinnen und Bürger zu verleihen, die sich in ihrer Freizeit herausragend für das Gemeinwohl engagieren.

Die E-Karte ist eine Anerkennung für langjähriges, freiwilliges Bürgerengagement. Die Inhaber genießen in Niedersachsen und Bremen eine Reihe von Vergünstigungen bei öffentlichen wie privaten Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen.

Das Interesse an „Holzmarkt aufgeschlossen“, war groß. „Das Angebot wurde sehr gut angenommen, es war richtig viel los“, so Brockmann. Eine Vertretung des Wabe-Netzwerkes ist schon seit zehn Jahren am Holzmarkt ansässig, auch die Freiwilligenagentur „Zeitspende“ gibt es dort schon seit acht Jahren. Die Agentur ist ein Bindeglied zwischen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen und gemeinnützigen Einrichtungen, Vereinen und Institutionen. Relativ neu am Holzmarkt ist die Koordinierungstelle „Inklusion, Integration und Prävention“.

34 E-Karten werden in diesem Jahr ausgegeben. Die Inhaber sind unter anderem Feuerwehrmänner und -frauen, Leiterinnen und Leiter von Selbsthilfegruppen oder ehrenamtliche Trainer in Sportvereinen. Sicher gibt es noch viel mehr Menschen, die solch eine Karte verdient haben. Der Bürgermeister rief auf, sich zu bewerben.

Ausgezeichnet wurden auch Jutta und Wilfried Liebetruth. Sie leiten seit mehr als 30 Jahren den Arbeitskreis Down-Syndrom. Angelika Mundil erhielt für ihr Engagement als Leiterin der Selbsthilfegruppe Aufwind (Depressionen und Ängste) eine E-Karte. „Ich bin selbst betroffen und habe keine Gruppe gefunden, da habe ich mich entschlossen, eine zu gründen“, erzählt sie. Mittlerweile leitet sie vier Selbsthilfegruppen in Verden und Etelsen. Ihr großes Ziel ist ein Selbsthilfehaus für Menschen mit Depressionen.

Heike Volk ist seit 2001 als ehrenamtliche Einsatzleiterin für das Dorfhelferinnenwerk tätig und koordiniert die Einsätze der Familienhelferinnen. „Dorfhelferinnen kommen aber auch in die Stadt“, lacht sie.

Bärbel Ebeling und Gisbert Berwe setzen sich schon seit Jahren für die Familienforschung ein und haben eine Datenbank entwickelt, die das Forschen nach den Ahnen erleichtert.

„Strahlen sie aus, dass Engagement glücklich macht, unsere Stadt wird durch sie lebenswerter“, sagte Bürgermeister Brockmann. Studien hätten zudem gezeigt, dass ehrenamtlich Tätige länger und zufriedener leben.

Die Ehrenamtskarte kann bei der Freiwilligenagentur „Zeitspende“ beantragt werden. Entsprechende Formulare gibt es am Holzmarkt 13 oder im Internet unter www.freiwilligenagentur-verden.de zum herunterladen. Voraussetzungen für die E-Karte sind die Ausübung einer gemeinwohlorientierten Tätigkeit ohne Bezahlung von mindestens fünf Stunden in der Woche oder 250 Stunden im Jahr seit mindestens drei Jahren. 

ahk

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