Teilsignalanlage am Nordertorkreisel / Weitere Verbesserungen prüfen

Für dauerhafte Lösung

Mehr Pflege gibt es für die Beete im Kreisel. Nicht immer blüht es so schön, wie hier im Kreisel Osterkrug. - Foto: Stadt Verden

verden - Staus rund um den Nordertorkreisel stellen Autofahrer in den Morgenstunden immer wieder auf eine Geduldsprobe. DieTeilsignalanlage an der Einfahrt Bremer Straße, seit Juli 2015 im Rahmen eines Pilotprojektes im Einsatz, sorge indes für deutlich kürzere Wartezeiten und soll daher dauerhaft installiert werden. So lautet das Fazit eines Fachbüros. Knapp ein Jahr lang haben die Experten Daten ausgewertet. Auch ein Video wurde gedreht.

Dem zuständigen Fachausschuss Straßen- und Stadtgrün lag in seiner Sitzung im Rathaus am Mittwochabend die Auswertung des Projektes vor. Mit der Fertigstellung des Kreisels im Jahre 2011 habe sich herausgestellt, dass der Autoverkehr zu Spitzenzeiten, insbesondere in den Morgenstunden zwischen 6.30 und 12 Uhr, in dem Bereich für Probleme sorge. Der Fachmann spricht von „eingeschränkter bis kurzzeitig überschrittener Kapazität der Zufahrt der Nordbrücke von der Bundesstraße 215 in den Kreisel“.

Die Experten wollten es genauer wissen, bauten im Juli 2015 im Auftrag der Stadt eine Ampelanlage auf. Die Signale stehen seitdem an der Bremer Straße. Zugleich wurden auf der Nordbrücke Detektoren angebracht. Staut sich dort im Bereich der Zufahrt der Verkehr auf eine längere Strecke, machen die Detektoren Meldung an die Ampel an der Bremer Straße und die Signale springen auf Rot. Die nachfolgende Zeit können Autofahrer auf der Nordbrücke nutzen, pausenlos in den Kreisel fahren und die Bundesstraße zügig freimachen.

Das Ergebnis stellt die Experten zufrieden. „Die grundsätzliche Funktionalität und Wirksamkeit der Teilsignalisierung kann bestätigt werden“, bescheinigen sie dem Pilotptojekt und empfehlen eine dauerhafte Lösung. Einschränkend mussten sie allerdings zugeben, dass zu Spitzenzeiten nach wie vor hohe Verkehrsbelastungen auftreten könnten, die sich dann aber mit Einsatz der Ampel schnell auflösen würden.

An diesem Punkt hakte Ausschussvorsitzender Carsten Hauschild (SPD) ein. Stehe die Ampel an der Kreisel-Zufahrt Bremer Straße auf Rot, könne zwar der Verkehr von der Nordbrücke fließen, doch die Ampelschaltungen im weiteren Verlauf der Bremer Straße sorgten für Probleme. Hauschild nannte die Kreuzungsbereiche Conrad-Wode-Straße und insbesondere Hohe Leuchte sowie Allerstraße. Da gebe es nach wie vor Schwierigkeiten mit Rückstaus. „Ziel muss sein, sämtliche Ampelschaltungen zu verknüpfen und den Verkehr zu optimieren“, forderte Hauschild. Johanna König (Grüne) stimmte ihm soweit zu, gab allerdings auch zu bedenken: „Es stellt sich die Frage, ob sich Staus in Spitzenzeiten grundsätzlich verhindern lassen oder ob wir in dem Bereich damit leben müssen?“

Der Ausschuss einigte sich darauf, dass die Teilsignalisierung dauerhaft aufgebaut werden soll. Circa 25 000 Euro kostet die Anlage, plus 2 200 Euro jährlich für Strom und Wartungskosten. „Es ist ein Baustein, dem weitere folgen sollen“, so der Tenor des Gremiums, das auch künftig eine Beobachtung des Knotenpunktes forderte. Dabei soll die Verwaltung prüfen lassen, ob sich der Verkehrsfluss durch andere Maßnahmen im Bereich Bremer Straße und Johanniswall noch optimieren lasse.

Nicht nur um den Kreisel herum, auch im Innenbereich soll optimiert werden. Das gilt, neben dem Bauwerk am Nordertor, insbesondere für den Osterkrug. Kritik wurde seitens des Ausschusses an der Bepflanzung der Beete geübt. „Kein Aushängesschild für Verden“, so der Tenor. Bleiben soll es bei der Aussaat von Wildkräutern und Wildblumenstauden. Sie gelten als pflegeleicht und ökologisch sinnvoll. „Wir werden die Beete im nächsten Jahr intensiver pflegen“, versprach Fachbereichsleiterin Bettina Hesse. Der Ausschuss stimmte dem zu. - mw

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