Ausschuss für Straßen und Stadtgrün diskutiert über Straßennutzung

„Am Bollwerk“ für den Kraftverkehr sperren?

Verden - Der Ausschuss für Straßen und Stadtgrün tagte gestern mit dem Vorsitzenden Carsten Hauschild im Rathaus. Kernthema war die Nutzung der Straße „Am Bollwerk“.

Zu Beginn teilte die Verwaltung mit, dass ein Teil des Wegs im Allerpark (neben dem Beachvolleyballfeld) saniert werden musste. Grund dafür war die Verwendung eines falschen Klebers der zuständigen Baufirma, durch den Risse im Weg entstanden. Zudem hat die Firma SHP Videokameras im Kreisel am Nordertor, in Richtung Bremer Straße und Johanniswall installiert, um das Verkehrsaufkommen zu dokumentieren. Die Ergebnisse werden beim nächsten Ausschuss präsentiert.

Ferner wurde bekanntgegeben, dass unter der Allerstrombrücke eine Untersichtkamera von einem Ingenieurbüro installiert wurde. Die Auswertung besagt, dass Sanierungsbedarf besteht, unter anderem müssen mehrere Brückenpfeiler erneuert werden. Bei einer Sanierung habe die Brücke laut Ausschuss eine Restlebensdauer von etwa 20 Jahren. Die Verwaltung wird neben dem zeitlichen und finanziellen Aufwand auch die Aspekte einer kompletten Erneuerung der Südbrücke erarbeiten. Dafür werde auch in Betracht gezogen, einen zweispurigen Rad- und Gehweg auf beiden Seiten der Brücke zu bauen. Erstmal werde geprüft, welche Kosten für beide Optionen entstehen und wie lange die Brücke bei einer Komplettsanierung gesperrt werden müsse, so die Verwaltung.

Gehwegausbau an der Eitzer Dorfstraße

Ein weiteres Thema war die Eitzer Dorfstraße. An der Ostseite, vom Grundstück des Kindergartens (Eitzer Dorfstraße 18) bis zur neuen Grundstückszufahrt beim Feuerwehrhaus, soll ein Gehweg in zwei Metern Breite in Pflasterbauweise entstehen. Grund ist der schlechte Zustand des Weges, weswegen viele Fußgänger und Radfahrer auf die Fahrbahn ausweichen. Für den Ausbau werden 20 000 Euro aus den Haushaltsmitteln bereitgestellt, das Vorhaben wurde einstimmig beschlossen.

Kernthema des Ausschusses war die Straße „Am Bollwerk“, die seit 1971 uneingeschränkt für den öffentlichen Verkehr nutzbar ist. Im nördlichen Bereich – zwischen Tempelpforte und Fischerstraße – ist allerdings nur ein circa sechs Meter breiter Streifen direkt entlang der Häuserfront gewidmet.

Durch Kfz-Verkehr sowie parkende und wendende Autos werden dort Fußgänger und Radfahrer beeinträchtigt. Insbesondere aufgrund des schmalen Weges und der unmittelbaren Lage an der Aller ist die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer bei Kraftverkehr nicht ausreichend gegeben. Ferner stellt der Flächennutzungsplan für das Bollwerk eine Grünanlage dar, das Gebiet soll vorranging der Naherholung dienen. Die Rechte der Anlieger müssen dennoch berücksichtigt werden. Die Strecke soll bereits zum 1. Januar 2017 für den Kfz-Verkehr gesperrt werden. Anwesende Anwohner sowie Ausschussmitglieder waren von dem Vorhaben überrascht und wunderten sich über die plötzliche Dringlichkeit der Entwidmung. Ein Vertagunsgantrag des Themas wurde daher einstimming beschlossen.

Weiteres Thema war der Einsatz von LED-Lampen im Maulhop. Die Lampen sind bereits bestellt und die Umrüstung ist für Oktober vorgesehen. Zudem wurde bekanntgegeben, dass eine dauerhafte Lösung für den Schiffsanleger am Bollwerk gefunden wurde. Die Einschätzung, welche Kosten entstehen, wird noch vorgestellt. Der Störtebeker-Brunnen soll von Unkraut befreit werden und auch der Zustrand der Bepflanzung in Kreiseln solle verbessert werden. Der nächste Ausschuss tagt am Mittwoch, 7. September, um 17.30 Uhr. - mas

Rubriklistenbild: © dpa

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