Es bleibt in der Familie

Leitungswechsel beim Verdener Blasorchester

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Beim Herbstkonzert hatte Mattis Meyer seinen ersten Auftritt als neuer Leiter des Verdener Blasorchesters im TSV Borstel.

Verden/Hoya - Stürmischer Beifall des überaus begeisterten Publikums war für das Verdener Blasorchester im TSV Borstel der verdiente Lohn für ein mitreißendes Herbstkonzert in der Aula des Schulzentrums in Hoya. „Es war wieder super und grandios und ich habe jedes Stück genossen“, so eine Besucherin nach der Veranstaltung. Damit sprach die Dame auch den weiteren Gästen aus dem Herzen.

Ein nicht nur die Musiker, sondern auch die Zuhörer bewegendes „Gänsehaut-Finale“ war die Übergabe des Dirigentenstabes und damit der musikalischen Leitung von Frank Meyer an seinen Nachfolger.

Lange zu suchen brauchte Frank Meyer nicht, in der eigenen Familie wurde er fündig. Und so übernimmt Meyers 26-jähriger Sohn Mattis die musikalische Leitung des Ensembles.

Im Alter von zehn Jahren trat er in das Orchester ein. In der Vergangenheit vertrat er seinen Vater schon ein ums andere Mal, wenn dieser verhindert war. Zudem fungierte Mattis Meyer etliche Jahre als Jugendwart.

Die musikalische Leitung hatte Frank Meyer 1993 als Nachfolger von Heinz Kröll übernommen, der einige Jahre als Honorarkraft in der Funktion des Ausbilders amtierte. Dirigent war bis 1993 Josef (Sepp) Schneider, der Gründer der musikalischen Gemeinschaft im TSV Borstel. Er prägte 40 Jahre die musikalische Arbeit.

Frank Meyer trat 1984 im Alter von 18 Jahren als Klarinettist ein und übernahm 1993 das Ensemble mit 20 aktiven Musikern nach einer dreiwöchigen Tournee durch Kanada. Das erforderliche Rüstzeug für diese Aufgabe eignete sich Meyer senior durch Lehrgänge und Fortbildungen an der Musikakademie des Deutschen Turnerbundes in Alt-Gandersheim an.

Sein Wunsch, das Repertoire an traditioneller Blasmusik um moderne Musikliteratur zu erweitern, stieß auf Zustimmung: Und so führte Meyer das Ensemble behutsam an die neue Aufgabe heran. Ab dem Jahr 2000 wurde das Repertoire ständig in Richtung moderner, sinfonischer Blasmusik ergänzt.

Vor etwa zehn Jahren führte neben dem erweiterten Repertoire vor allem die Zusammenarbeit mit der Bläserklasse des Domgymnasiums zu einem enormen Zuwachs meist jugendlicher Musiker. Aber auch etliche Erwachsene schlossen sich dem Orchester an. Innerhalb von wenigen Jahren stieg die Zahl der Aktiven um mehr als das Zweifache, zeitweise umfasste die optimale Besetzung bis zu 45 Aktive. Seit 2006 präsentiert sich das Orchester bei eigenen Konzerten in Verden und seit 2008 zusätzlich in Hoya.

Auf Frank Meyer folgt Mattis Meyer

Für das Herbstkonzert hatte Frank Meyer, der als Aktiver im Orchester weiter mitmusiziert, zum Thema „Zwischen New York und der Copacabana“ ein interessantes musikalisches Programm zusammen gestellt. Vom ersten bis zum letzten Ton begeisterte das Orchester unter anderem mit den Klassikern „Moon River“ und „Blue Moon“. 

Aber auch mit „New York, New York“ sowie lateinamerikanischen Rhythmen wurde den Zuhörern erstklassige Unterhaltung geboten. Glanzvolle Höhepunkte bei diesem facettenreichen Konzert bildeten die diversen solistischen Einlagen.

Die letzte der drei geforderten Zugaben, das schottische „Highland Cathedral“, dirigierte der neue Leiter des Blasorchesters. Er freue sich auf viele Jahre musikalisches Wirken mit dem Orchester und wolle die erfolgreiche Arbeit seines Vaters mit neuen Akzenten fortsetzen, so Mattis Meyer. 

Er unterstütze daher sehr gerne den Appell seines Vorgängers und des Vorsitzenden Uwe Pätzold, dass sich jederzeit interessierte Jugendliche und Erwachsene als Aktive dem Orchester anschließen könnten, betonte er.

Infos zur Mitgliedschaft oder zu Möglichkeiten, das Orchester für Auftritte zu buchen, gibt es bei Uwe Pätzold, Telefon 04231/82665, und Mattis Meyer, Telefon 04231/9709963, im Internet unter www.verdener-blasorchester.de sowie bei Facebook.

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