Mechatronik-Auszubildende im spanischen Katalonien

Auszubildende im europäischen Austausch

BBS-Schulleiter Manfred Runge (links) begleitete die Auszubildenden der Verdener Firmen Mars und Block, die in Spanien auf „alte Bekannte“ stießen. - Foto: BBS Verden

Verden - Das eigene Berufsfeld im europäischen Ausland kennenlernen, darum ging es bei den vier kürzlich aus Katalonien zurückgekehrten Mechatronik-Auszubildenden der Verdener Unternehmen Mars und Block. Seit nunmehr acht Jahren besteht das Austauschprojekt zwischen dem in der Nähe von Barcelona gelegenen technischen Instituts Fundacio Eduard Soler in Ripoll und den BBS Verden.

Beide Schulen hatten im Vorfeld den Azubi-Austausch genau geplant. So sollte es auch in diesem Jahr darum gehen, anhand von praktischen Projekten, Verdener Fachwissen in Spanien anzuwenden und zu erweitern. Umgesetzt wurde dies im Technology Center, einem Teilbereich des technischen Instituts, der sich mit industriellen Aufträgen aus der Region im Bereich Solar-, Gebäude- und Gesundheitstechnik befasst.

So ging es einem Pressebericht der BBS zufolge beispielsweise in einem Projekt darum, eine technische Möglichkeit zu schaffen, den Fertigungsprozess einer CNC-Fräsmaschine mittels einer Kamera detailliert zu filmen. Technisch umgesetzt wurde dies durch die Mars- und Block-Azubis mittels Konstruktion und Fertigung einer wasserdichten Aluminiumbox, in der die Kamera eingeschlossen wurde.

Azubi Alexander Elam von der Firma Block dazu: „Es ist klasse, wie selbständig unsere Vorgesetzten im Institut uns an unseren Projekten arbeiten ließen. Wir wurden dabei unterstützt, unsere Ideen und Vorschläge bestmöglich umzusetzen, wobei man uns bei jeglichen Problemen und Fragen stets zur Seite stand.“ Doch große Unterstützung und Hilfsbereitschaft gab es nicht nur bei der Arbeit. An ihrem ersten katalanischen Wochenende besuchten die Verdener ein spanisches Musikfestival im Nachbardorf.

Eingeladen dazu hatte Eduard Bosch. Ein Auszubildender aus Ripoll, der im Frühjahr dieses Jahres für zwei Monate bei der Firma Mars in Verden gewesen war und für die drei Auszubildenden ein „alter Bekannter“ war, der sich gerne für die ihm in Verden entgegengebrachte Gastfreundschaft revanchierte.

„Das ist eine der großen Stärken des Projektes. Dadurch, dass sich die Azubis aus Ripoll und Verden zum Teil bereits kennen, entsteht eine interkulturelle Verbundenheit, die eine große Bereicherung für alle Beteiligten bedeutet“, lautet das Fazit von Thomas Seeseke, der als BBSler für die Organsisation des Azubi-Austausches zuständig ist.

Zum ersten Mal bei einem Austausch dabei war in diesem Jahr auch Manfred Runge, Schulleiter der BBS Verden. Beeindruckt von der großen Gastfreundschaft und der professionellen Organisation am Fundacio Eduard Soler regte er bei der Schulleitung in Ripoll an, das Projekt weiter auszubauen.

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