Ariana Burstein und Roberto Legnani überzeugten ihre Zuhörer in der Stallgasse

Faszinierende Klangwelten mit Cello und Gitarre

Mediengruppe Kreiszeitung
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Verden - Mit einem hochklassigen Konzert überzeugte das Duo Ariana Burstein (Cello) und Roberto Legnani (Gitarre) einmal mehr seine Zuhörer. In der Stallgasse des Deutschen Pferdemuseums wurde gar von einem faszinierenden musikalischen Auftakt gesprochen. Kein Wunder, denn das Duo zeigte seine enorme musikalische Bandbreite. Die Künstler präsentierten Musik aus verschiedenen Kulturen und Epochen mit Leidenschaft und großer Virtuosität.

Burstein und Legnani feiern in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum. Aus diesem Anlass präsentierten sie am Sonntag das Beste aus zwei Dekaden. Mit Weltmusik und Klassik, wegweisend arrangiert für Cello und Gitarre, entführten die Künstler ihr Publikum in faszinierende Klangwelten.

Gleich zu Beginn verzauberte das Duo mit keltischer Musik aus dem Land der Feen von Tir Na Nóg. In „Karawanserei“ zogen die melodischen, melancholischen Töne des Cellos gepaart mit dynamischem Rhythmus der Gitarre die Zuhörer in eine andere Welt.

In dem Zyklus „Badmibar“ (Wüste) präsentierte das Duo die Vertonung des Auszugs der Israeliten aus Ägypten. In den Sätzen Sukkot, Etam und Jam Suf, erzählten sie mit stimmungsvoller Musik von den verschiedenen Stationen während des Zuges durch die Wüste.

Ein weiterer Höhepunkt des Konzerts war „Fantasia“, eine Komposition, die Burstein und Legnani nach einem Motiv aus dem Film „The Mission“ erstmals für Gitarre und Cello arrangiert hatten. Im Gegensatz dazu stand „Maxixe“, der „brasilianische Tango“, der zwischen 1870 und 1880 in Rio de Janeiro aus den Vorläufern des Tango Argentino entstanden ist. Mit zwei Sätzen aus „Carolan´s Concerto“ des irischen Harfenisten Turough O´Carolan endete der erste Teil des Konzertes.

Nach der Pause ging es mit „Asturias“, eines der schönsten Werke des spanischen Komponisten Isaac Albéniz, weiter.

Mit „Falling Leaves“, international bekannt als „Autumn Leaves“, erzählten Burstein und Legnani dann musikalisch ein alte Liebesgeschichte, erstmals in einer selbst arrangierten Version für Cello und Gitarre. Hier kam das gefühlvolle Spiel von Ariana Burstein besonders gut zum Ausdruck. Beeindruckend auch das Gitarrensolo von Roberto Legnani.

Mit drei russischen Romanzen zeigten die Künstler dann wieder eine ganz andere musikalische Seite. Großartig auch das Arrangement von „Lovers“, Vorlage war ein chinesisches Liebeslied. Bekannt ist das Thema auch aus dem Film „House of flying Daggers“. Die schöne Melodie wurde von den Künstlern mit sehr viel Gefühl gespielt und berührte das Publikum tief.

Mit Musik aus Andalusien, dem temperamentvollen Flamenco „Romanza y Farruca“, endete das Programm. Der begeisterte Applaus des Publikums verlangte aber nach einer Zugabe. Zunächst gab es noch einen feurigen Tango Argentino. Beim folgenden „Chat de Paris“, entlockte Ariana Burstein ihrem Cello Töne, die wie das Miauen einer Katze klangen.

ahk

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