Von der Aller an den Main

Pastorin Ott-Frühwald verlässt St. Nikolai

Pastorin Stefanie Ott-Frühwald verlässt die Gemeinde St. Nikolai zum 31. Januar. - Foto: Haubrock

Verden - Genau fünf Jahre nach ihrem Dienstbeginn verlässt Pastorin Stefanie Ott-Frühwald die Gemeinde St. Nikolai zum 31. Januar . Ihre neue Aufgabe führt die gebürtige Coburgerin zurück nach Bayern. Ab dem 1. April 2017 tritt sie in Michelau/Oberfranken ihren Dienst als Pfarramtsführerin und Dekanin, gleichbedeutend mit Superintendentin, an.

In der vergangenen Woche wurde Stefanie Ott-Frühwald vom Wahlgremium als neue evangelische Dekanatsleiterin gewählt. Der Dekanatsbezirk Michelau im „Gottesgarten am Obermain“ gehört mit 20 Kirchengemeinden und 24 000 Gemeindegliedern zu den mittelgroßen Dekanatsbezirken im Kirchenkreis Bayreuth.

„Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Die Übernahme eines Leitungsamtes habe ich mir als nächsten beruflichen Schritt gewünscht und mich mit einem einjährigen Mentoringprogramm für Frauen und Fortbildungen darauf vorbereitet“, so Pastorin Ott-Frühwald. Zudem liege der Dekanatsbezirk Michelau in direkter Nachbarschaft ihrer oberfränkischen Heimat Coburg. „Meine Eltern haben sich sehr gefreut, als sie von meiner Wahl erfahren haben“, erzählt Ott-Frühwald.

Trotzdem sei der Abschied aus Verden natürlich mit Wehmut verbunden. „Ich bin gern Pastorin in St. Nikolai“, betont sie. In den fünf Jahren in der Kirchengemeinde sei viel gewachsen. „Besonders schön ist, dass die Kita mit dem großen Team so gut läuft und es ein lebendiges Miteinander in der Kirchengemeinde gibt, zum Beispiel 14-tägige Kinder- und Krabbelgottesdienste mit allen vier Gruppen, Familiengottesdienste und Feste.“

In den zwei Jahren hat sich Pastorin Ott-Frühwald zudem für die Generalsanierung des Gemeindezentrums St. Nikolai eingesetzt, sich um die Bewilligung des Konzepts gekümmert und erreicht, dass die benötigten Gelder freigegeben werden. „Ich bin froh, dass die Sanierung noch vor meinem Weggang beendet werden kann. Die Sanitäranlagen sind jetzt fertiggestellt, in der nächsten Woche kommen die neuen Möbel. Beim Ausräumen haben wir festgestellt, wie kaputt vieles war. Neuanschaffungen waren überfällig.“ Leider gebe es dafür keine Zuwendungen vom Kirchenkreis oder der Landeskirche. „Wir konnten einiges durch Erspartes finanzieren, hoffen aber auch noch auf viele Spenden.“

Ein weiterer Stein, den Stefanie Ott-Frühwald während ihrer Dienstzeit ins Rollen gebracht hat, ist das Gemeinwesendiakonieprojekt. „Wir haben viele Engagierte, auch aus dem Bereich der Stadt, und das ist toll. Das Projekt werde weiter durch das Haus kirchlicher Dienste in Hannover begleitet. „Ich freue mich für St. Nikolai und das Stadtviertel, wenn hier ein offenes und lebendiges Begegnungszentrum entsteht.“

In den nächsten Wochen heißt es für Stefanie Ott-Frühwald und ihren Mann Dr. Christian Frühwald nun langsam Abschied von Verden und den liebgewonnenen Menschen zu nehmen. „Mein Mann und ich leben gern hier und engagieren uns auch solange wir hier sind weiter“, betont die Pastorin.

Ein wichtiges Kriterium für ihre Bewerbung in Michelau sei aber auch gewesen, dass sich der berufliche Schwerpunkt ihres Mannes zunehmend in den Süden Bayerns verlagert hat. „Schön ist die Aussicht, dass seine Dienstfahrten nun deutlich kürzer werden und wir wieder mehr Zeit füreinander haben“, freut sie sich.

Die Kirchengemeinde hat inzwischen bekanntgegeben, dass die Verabschiedung von Pastorin Stefanie Ott-Frühwald voraussichtlich am 22. Januar sein wird. - ahk

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