Verwaltung prüft Standorte für neue Kita

„Alle Kinder bekommen einen Platz“

Verden - Verden ist eine leicht wachsende Stadt – dennoch kam die hohe Zahl der Anmeldungen für Kita-Plätze am Jahresanfang ziemlich überraschend. Die Stadtverwaltung wurde nun gebeten, mögliche neue Kita-Standorte im Bereich der Innenstadt zu prüfen.

Wie soll es künftig mit der steigenden Nachfrage weitergehen? Welche Möglichkeiten gibt es? Wie ändert sich der Bedarf in fünf bis zehn Jahren? Mit diesen Fragen wird sich die Verwaltung zum Thema Kita-Plätze in Verden auseinandersetzen. Laut SPD sei bei den aktuellen Geburtenzahlen zu erwarten, dass die Nachfrage steigt oder zumindest konstant bleibt.

In der Kita Carl-Hesse-Straße sowie im Stephanus-Haus wurden bereits neue Gruppen gebildet, weitere sollen in Hönisch und in der Jahnschule nach den Herbstferien starten. „Alle Kinder bekommen einen Platz. Das haben wir versprochen und das wollen wir auch halten“, betont Bürgermeister Lutz Brockmann. Dafür müsse vorausschauend gedacht werden, es sei nicht immer planbar, welcher Bedarf langfristig entstehe, so Brockmann.

Fakt sei jedoch, dass mehr Kita-Plätze benötigt werden –auch, um Kindern von neu Hinzugezogenen kurzfristig einen Platz anbieten zu können. Hans-Jürgen Bohling, Leiter des Fachbereichs Bildung und Kultur, nennt als mögliches Gebiet für eine neue Kita den Bereich zwischen Nordertor, Bürgerpark, Niedersachsenring und Brunnenweg. „Dort haben wir bislang keine Kita. Es ist ein großes Gebiet, in dem viele Menschen wohnen, die sonst quer durch die Stadt zur nächsten Kita fahren müssten. Es macht Sinn, dort nach einem neuen Standort zu suchen“, erklärt Bohling.

Der Verwaltungsausschuss hat den Arbeitsauftrag gegeben, das Gebiet – entsprechend den Anforderungen – zu prüfen. Brockmann betont, dass man sich zusammen mit Stadtplanern frühzeitig auf die Suche nach einem geeigneten Grundstück machen werde, zumal das Gebiet dicht bebaut und der Spielraum dort nur gering sei.

„Das wird ein mittelfristiges Projekt und kann zwei bis drei Jahre dauern.“ Derzeit gibt es in Verden insgesamt 31 Kindergarten- und 17 Krippengruppen der städtischen und freien Träger. Die freien Träger haben bereits angebaut, wo und wie es irgendwie geht.

Auch aus sozialen Gründen sei es laut Brockmann notwendig, den Kindern mehr Raum zu bieten und die Kitas nicht vollzustopfen. Etwa 80 Kinder plus Betreuer seien für einen Standort einfach zu viel. mas

Rubriklistenbild: © dpa

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