Sarah Baalk (CDU) stellt sich für Gemeinderat Blender zur Wahl

„Wenn, dann auch vernünftig“

Sarah Baalks Rückzugsort: der Strandkorb im Garten, hier mit Tochter Lene (zwei Jahre). - Foto: Duncan

Blender - Ein sauberer Badesee, eine bessere Nahversorgung und flexiblere Zeiten in der Kinderbetreuung – etwas für den Ort bewegen möchte die 31-jährige Sarah Baalk. Deshalb tritt die Christdemokratin bei der Kommunalwahl am 11. September für den Gemeinderat Blender an.

Bereits 2013 trat Sarah Baalk in die CDU ein. „Ich habe mich schon immer für Politik interessiert“, sagt sie. Als sie dann von ihrer Partei gefragt wurde, ob sie kandidieren möchte, fiel die Entscheidung nicht schwer. Politik ist nämlich für Sarah Baalk mit einem Verantwortungsgefühl gegenüber dem eigenen Lebensumfeld verbunden. „Ich bin in Blender aufgewachsen, meine Eltern, sowie Oma und Opa leben hier. Nun habe ich selber Kinder, die hier groß werden und die es mal gut haben sollen“, lautet ihre Begründung, um sich „einzumischen“.

Die 31-Jährige hat mit ihrem Mann Michael Baalk, der zur Geschäftsleitung der Verdener Bäckerei „Baalk Backbord“ gehört, drei Kinder im Alter von zwei, fünf und sieben Jahren. Baalk selbst arbeitet halbtags als kaufmännische Angestellte bei dem Energiekonzern EWE in Oldenburg.

Als waschechte Blenderanerin, die im Vereinsleben verwurzelt ist, kann man Sarah Baalk mit Fug und Recht bezeichnen. Angefangen beim Fußball im TSV Blender, wechselte sie mit 16 Jahren zum Spielmannszug, wo sie nicht nur Querflöte spielte, sondern auch acht Jahre lang den Vorstand verstärkte. Darüber hinaus gehört sie dem Ernte- und Mühlenverein und dem Schulförderverein an. 

„Mir ist das Vereinswesen wichtig, ich finde, das macht einen Ort aus“, sagt sie. Wo Mitgliederzahlen sinken, leide auch das Dorfleben. „Zum Glück haben wir hier noch Erntefeste, die richtig musikalisch begleitet werden.“

Verdienstvoll findet sie auch die ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe für Geflüchtete, durch deren Zutun die wenigen Neu-Blenderaner bereits gut integriert seien.

Ganz klar verbesserungswürdig findet sie im Ort allerdings die Nahversorgung: „Nachdem Edeka und Schlecker geschlossen wurden, haben wir hier statt zweier Supermärkte nun gar keinen mehr.“ Auch die Tatsache, dass die Apotheke vor der Haustür ihre Pforten schloss, bereitet Sarah Baalk Sorgen. 

„Man muss sich Gedanken machen, ob man in Blender noch alt werden kann.“ Dass sie selbst in Blender bleiben möchte, sei ihr schon von Kindesbeinen an klar gewesen. „Und dieses Gefühl möchte ich ein Stück weit hierher zurückholen.“

Zum Stichwort Lebensqualität gehört für Baalk auch Bauland, das im Moment in Blender kaum zur Verfügung stehe. „Ein Ort braucht aber Möglichkeiten zu wachsen.“ Dasselbe gelte für die Kommunikation, weshalb sie auch den Ausbau der Breitbandversorgung für schnelleres Internet konsequent angehen würde.

Die Kinderbetreuung habe sich durch die Öffnung der Krippe mit Betreuung bis 15 Uhr schon sehr verbessert. „Aber da ist noch Luft nach oben.“ Das merkt die junge Frau auch als Teilzeitkraft, deren Kinder Schule und Kindergarten besuchen.

Beim Thema Blender See hofft Baalk parteiübergreifend etwas erreichen zu können. Apropos: Parteipolitik ist für Sarah Baalk zweitrangig. „Ich glaube, dass in erster Linie die Person gewählt wird.“ Für die Wahl hegt sie dennoch keine halbherzigen Hoffnungen, sondern wünscht sich eine klare Mehrheit für die CDU. Für Beschlüsse sei die jetzige Konstellation, mit je sechs Sitzen für CDU und SPD und einem für die Freie Wählergemeinschaft, nicht ideal. 

Und was ist mit der eigenen politischen Laufbahn? Wäre da auch mehr denkbar als der Gemeinderat? „Langfristig gesehen ja, für die Zukunft ist das nicht ausgeschlossen. Vorausgesetzt, ich habe die Zeit dazu. Wenn ich etwas mache, dann auch vernünftig.“ - ldu

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