Christiane Siemer kandidiert bei der Kommunalwahl für die Grüne Liste

„Politik braucht Frauen“

Christiane Siemer, hier im Garten ihres Hauses in Eißel, fühlt sich wohl in Thedinghausen. Die 46-Jährige kandidiert für die Grünen und will sich kommunalpolitisch engagieren. - Foto: sp

Thedinghausen/Samtgemeinde - Christiane Siemer wohnt seit 17 Jahren mit ihrer Familie in Thedinghausen. Und die 46-Jährige erinnert sich genau: „Mir sind von Anfang an die Grünen am meisten aufgefallen. Die waren am aktivsten. Außerdem stimmen die Inhalte und ich war schon immer Grün-Wähler.“

Und genau darum ist die in Osterholz-Scharmbeck aufgewachsene Eißelerin auch seit acht Jahren Mitglied bei der Grünen Liste. Jetzt kandidiert sie erstmals für den Gemeinderat und den Samtgemeinderat. Sie meint: „Politik braucht Frauen.“

Lokalpolitisch widmet sie ihr Augenmerk besonders dem Thema Fracking/Gasförderung (was sie natürlich ablehnt und zu verhindern versucht). Die Mutter einer elfjährigen Tochter weiß um die übergeordneten Vorgaben, hat aber konkrete Vorschläge für ihren Heimatort: „In der Samtgemeinde sollten an mehreren Stellen Mess-Stationen aufgestellt werden, um eventuelle Erdbewegungen belegen zu können – zum Schutz der Bürger und ihres Eigentums.“

Der (ökologische) Umbau der Gesellschaft könne auch mit kleinen Schritten vor Ort unterstützt werden, meint Christiane Siemer – beispielsweise über die Förderung der Elektromobilität. Die beruflich als Vertriebsassistentin einer Bank in Bremen tätige Thedinghauserin bleibt dabei auf dem Teppich: „Die wirtschaftliche Machbarkeit muss man bei allen Vorhaben natürlich im Auge behalten.“

Am Herzen liegt der Grünen-Kandidatin auch eine bessere Beteiligung der Einwohner am Ortsgeschehen. „Ich habe oft das Gefühl, dass die Bürger bei Entscheidungen nicht mitgenommen werden. Dabei müssen die Bürger von der Politik gefragt werden: Wo wollen wir hin?“

Christiane Siemer blickt noch einmal zurück: „Ich habe mich hier von Anfang an sehr wohl gefühlt und möchte, dass das auch andere so erfahren. Dazu muss man die Rahmenbedingungen schaffen, die das Leben lebenswert machen.“

Dabei setzt sie allerdings nicht nur auf von oben verordnete Maßnahmen. „Das Ehrenamt liegt mir sehr am Herzen, denn das schafft oftmals die Grundlage für ein schönes Miteinander. Viele ehrenamtliche Helfer arbeiten quasi im Verborgenen. Dabei sollte dieses Engagement mehr gewürdigt werden. Auch darum bin ich für die Einführung eines Ehrenamt-Preises.“

In ihrer freien Zeit hat sich Christiane Siemer lange im Thedinghauser Grundschul-Förderverein engagiert. Sie singt leidenschaftlich gerne (derzeit im Rieder Kirchenchor) und bringt sich in die Initiative „Rote Hand“ ein. „Auch Nähen ist eines meiner Hobbys, dazu Tennis und Walken, und natürlich bin ich gerne mit meiner Familie zusammen.“

Christaine Siemer sieht sich für ein mögliches lokalpolitsches Mandat gut gerüstet: „Ich zeige klare Kante, wenn es darauf ankommt, und ich bin manchmal auch unbequem.“ Dabei macht sie selbstkritisch auch ein Problemfeld aus: „Ich muss aufpassen, dass ich nicht ungeduldig werde. Die Mühlen der Verwaltung mahlen oftmals langsam. Das bin ich aus der freien Wirtschaft nicht gewohnt.“ 

sp

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