Hauptversammlung des Dorfvereins Emtinghausen-Bahlum / „Public Viewing“ bei der Fußball-EM

Die Mühle als Integrationsfaktor

Der aktive Vorstand - hinten stehend von links: Gert Golieberzuch, Gerold Bremer, Martin Schmitt, Heinz-Dieter Schröder, Dierk Ebel.Vorne: Hanfried Lübkemann, Karin Wigger, Heinz Ahrens und Johann Meyer. - Foto: Behr

Emtinghausen - 128 Mitglieder des Dorfvereins Emtinghausen-Bahlum können stolz sein, die historische Windmühle lebt durch viele Veranstaltungen, Trauungen und Vermietungen für alle Anlässe.

„Wir können auch oft viele Neubürger sowie Gäste aus den benachbarten Orten, zum Beispiel bei Kinoabenden, begrüßen“, freute sich das MET (Mühlen-Event-Team).

Eine positive Bilanz wurde auf der Mitgliederversammlung in der Windmühle vor zahlreichen Anwesenden gezogen. Vorsitzender Hanfried Lübkemann resümierte: „Alle sind mit großer Euphorie dabei!“ Durch den großartigen Einsatz vieler Mitglieder befindet sich die Mühle in einem guten Zustand.“

Für die neue Radtour-Strecke Emtinghausen-Riede wurde ein neuer Sitzplatz mit zwei Sitzgruppen errichtet. „Wir haben gut gewirtschaftet“, erklärte Schatzmeister Heinz Ahrens. „Alle laufenden Kosten können ohne fremde Gelder beglichen werden.“ Martin Schmitt vom MET: „Die Arbeit macht uns sehr viel Spaß, großen Dank an alle Helfer, damit wir ein absolut buntes Programm mit vielfältigen Veranstaltungen und tollen Unterhaltungseffekten bieten können. Leider haben wir noch keinen neuen Namen für unser Team gefunden.“

Der Samstag, 16. April, wurde zum „Tag der Aktiven“ ausgerufen, das heißt Mühlen-Pflegearbeiten „binnen un buten“ ab 9 Uhr.

Müllermeister Dierk Ebel führt gerne Besucher durch das Mahlwerk. Er berichtete, dass nach der Reparatur der Flügel im Mai 2015 diese in richtiger Reihenfolge installiert worden seien: „Aber wir haben ein unerklärliches Problem. „Bei Ostwind stellen sich die Flügel gen Westen. Das Drehen der Windrose half nur zum Teil. Uns werden dazu demnächst Fachleute besuchen, um dieses Manko zu klären.“

Heimatforscher Heinz-Dieter Schröder schlug eine Zielvorgabe vor, damit die Bürger und Mitglieder wissen, was sie an Altertümlichem sammeln können. Als Investition sind zwei Sitzgruppen für die Terrasse sowie neue Tische und Stühle für den Mühlenraum vorgesehen. Gert Golieberzuch als Termin-Verantwortlicher ist für die Veranstaltungen zuständig, er soll auch ein Tages-Kassenbuch führen. Der Dorfverein appelliert zudem an die Bevölkerung, zur Säuberung und Verschönerung des Dorfes beizutragen.

Der ins Leben gerufene monatliche Klönschnack fand noch nicht die erhoffte Resonanz, er soll belebt werden. Vorschläge nimmt Hanfried Lübkemann entgegen. Ins Auge gefasst wurde dabei, diesen „Klönschnack“ jahreszeitlich zu begrenzen und einmal monatlich an einem Sonntagvormittag stattfinden zu lassen sowie zu thematisieren, zum Beispiel mit alten Fotos.

Während der Fußball-EM in Frankreich vom 10. Juni bis 10. Juli sind die Spiele mit deutscher Beteiligung wieder live beim „Public Viewing“ in der Mühle zu verfolgen. Vom Bildband „Die Windmühle in Emtinghausen - von der Ruine zum Herz des Dorfes“ stehen noch einige Exemplare zur Verfügung. Bürgermeister Gerold Bremer drückte auf der Versammlung seine Anerkennung aus: „Diese Mühle hat Leben in sich. Und der Vorstand leistet unheimlich viel gute Arbeit.“ - jb

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