Dr. Dirk Fornahl kandidiert für die SPD

„Ländlicher Raum bietet viel “

Dr. Dirk Fohrnal entspannt sich in seinem Garten in Einste. Er hat viele Ideen für eine mögliche Ratsarbeit.

Samtgemeinde Thedinghausen/Blender - „Schon meine Mutter war in der SPD, mein Großvater sowieso.“ Darum war für Dr. Dirk Fornahl klar, dass auch er sich für die Sozialdemokraten engagieren wird, wenn es einmal passt. Und genau dieser Zeitpunkt ist jetzt gekommen. Der 43-Jährige kandisiert bei der Kommunalwahl.

Fornahl stammt ursprünglich aus der Region Braunschweig. Über verschiedene Studien- und Berufsstationen verschlug es ihn 2012 nach Blender. „Eigentlich rein zufällig“, meint der Wirtschaftswissenschaftler und Leiter einer Forschungsstelle an der Universität Bremen. „Das alte Bauernhaus samt dem Garten sowie die ländliche Idylle in Einste haben mich dann eingefangen.“

Mittlerweile ist die Familie um Töchterchen Eske (anderthalb Jahre) gewachsen. Dirk Fornahl hat sich prächtig eingelebt und sich ins Ortsgeschehen integriert – sei es über die Feuerwehr, den Ernteclub oder über das Dorffrühstück, das in seinem Garten statfindet.

„Ich habe den Einstieg in die Lokalpolitik aktiv gesucht“, erzählt der Neu-Kandidat, der nicht völlig ohne lokalpolitische Erfahrung ist. So ist er in der Samtgemeinde-SPD für die Finanzen zuständig, fungiert zudem als Beisitzer im Kreisvorstand. „Außerdem war meine Mutter Bürgermeisterin einer Samtgemeinde. Daher sind mir die Strukturen und manche Problemstellungen bekannt.“

Mit seinem geschärften Blick für das kommunale Geschehen attestiert er. „Eigentlich gibt es hier schon ziemlich viel. Man muss es nur nutzen.“ Der Diplom-Ökonom nennt einige Beispiele: „Ich finde so genannte Mitfahrer-Bänke total interessant, gerade im ländlichen Raum, wo der öffentliche Personennahverkehr überschaubar ist.“

Auch die Einrichtung eines Jugendparlaments besitzt für Dirk Fornahl einen gewissen Reiz. „Eine spannende Sache, die auch die Politik der Großen positiv beeinflussen könnte. Gleiches gilt für Bürgerparlamente. Warum soll die Bevölkerung nicht aktiv eingebunden werden und dabei beispielsweise auch ein bestimmtes Budget zur freien Verfügung haben?“

Nicht zuletzt mit Blick auf seinen Wohnort Blender stellt der Sozialdemokrat fest: „Ein genossenschaftlich organisierter Einzelhandel wäre weitere Bemühungen wert.“

Denn soviel ist für Dirk Fornahl sicher: „Der ländliche Raum bietet viel Potential. Das haben viele nur noch gar nicht gemerkt. Schulen und Kindergärten beispielsweise können sich durchaus sehen lassen. Da muss man natürlich am Ball bleiben.“ Zur Stärkung des ländlichen Raums gehört für Fornahl auf jeden Fall auch schnelleres Internet. „Hier besteht für Firmen und Privatleute ein erheblicher Ausbaubedarf.“

Der Konstruktion einer Samtgemeinde steht der Einster positiv gegenüber: „Da gehen viele Bürger engagierter zu Werke, als in einer Einheitsgemeinde. Das ändert nichts daran, dass es bei einer Samtgemeinde auch noch Einsparpotenzial gibt. „Es muss kein Gegeneinander der einzelnen Gemeinden geben. Zusammenarbeit ist schlau. Schon in Blender spielt es mitunter eine Rolle, ob du aus Hiddestorf, Laake, Intschede oder Holtum kommst. Das ist albern.“

Beim Blick auf das lokale Geschehen behält Dirk Fornahl auch den politischen Überbau im Auge. „Ich bin seit 25 Jahren Sozialdemokrat, weil für diese Partei Ungleichheit ein großes Thema ist. Darum tritt die SPD dafür ein, dass alle vom Wohlstand profitieren – wobei sich dennoch Leistung lohnen soll. Dieser Denkansatz wäre für mich auch Grundlage eines möglichen Engagements im Samtgemeinderat oder im Kreistag.“ - sp

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