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    • 18.05.12
    • Oyten/Ottersberg
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Der neue Modersohnmuseum-Anbau drinnen: Gestern offen für erste Einblicke

Naturlicht ist mit eingeplant

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Fischerhude - Durch ein Portal aus altem Fachwerk führt der Weg in den neuen Erweiterungsbau des Fischerhuder Otto-Modersohn-Museums. Ganz profane Brandschutzbestimmungen waren bei der Gestaltung dieser Tür allerdings auch zu berücksichtigen, merkte der zuständige Architekt Johannes Modersohn gestern schmunzelnd an.

Trotz Vor-Einweihungsstress empfingen Antje Modersohn, ihr Ehemann und Stiftungsvorstandskollege Rainer Noeres (rechts) sowie ihr Bruder und Neubau-Architekt Johannes Modersohn gut gelaunt Vertreter von Presse und Fernsehen zur ersten Führung durch die neuen Räume.

© ksy

Trotz Vor-Einweihungsstress empfingen Antje Modersohn, ihr Ehemann und Stiftungsvorstandskollege Rainer Noeres (rechts) sowie ihr Bruder und Neubau-Architekt Johannes Modersohn gut gelaunt Vertreter von Presse und Fernsehen zur ersten Führung durch die neuen Räume.

Noch vor der offiziellen Einweihung des Baus am Sonntag zeigten Antje Modersohn-Noeres und ihr Bruder Johannes bei einer kleinen Museumsführung für Presse und Fernsehen schon die neuen Räume. Sogar das jetzt unten im Keller beherbergte große Zeichnungen-Archiv war zu betreten.

Johannes Modersohn hat mit seinem Berliner Büro „Modersohn & Freies Leben“ die neue Museumsabteilung in der renovierten Fachwerkscheune konzipiert. Naturlicht, das von oben einfällt, gehört dazu, um die Werke des großen Naturmalers Otto Modersohn im ohnehin hellen Innenraum gehörig zur Geltung zu bringen. Ein sehr spezielles Licht, das meist aus dem Hintergrund strahlt, verleiht ja auch vielen seiner Werke den unverwechselbaren Zauber.

Darüber hinaus sorgen im Museum moderne LED-Leuchten dafür, dass Ausstellungen auch zu genießen sind, wenn das natürliche Licht nicht ausreicht.

„Er hat Natur und Landschaften gemalt, aber nie naturalistisch“, betonte Antje Modersohn, die als Enkelin des Künstlers zusammen mit Ehemann Rainer Noeres der Otto-Modersohn-Stiftung vorsteht. Immer sei es dem 1865 in Soest geborenen Maler darum gegangen, in seinen Werken „das Ding an sich“ mit einer bestimmten Stimmung zu verbinden. Dabei habe der Bewunderer Rembrandts durchaus expressionistische Einflüsse verarbeitet.

Das gilt auch für die spätere Fischerhuder Schaffensperiode bis zu seinem Tod 1943. Werke dieser Zeit sind schwerpunktmäßig im neuen Anbau zu sehen.

„Wie in einer Kirche“, entfuhr es einem Teilnehmer des Rundgangs angesichts des nachhallenden Klangs. Das sei so beabsichtigt, weil davon ausgegangen wird, dass sich Besucher konzentriert-andächtig den Bildern widmen, erläuterte Johannes Modersohn.

Auch der neu gestaltete, mit einem Vorbau in Fachwerkbauweise versehene Haupteingangsbereich des Museums beeindruckte.

Nicht nur einen großzügigen Raum zum Verkauf von Broschüren, Bildern und Büchern gibt es hier. Wenn noch der Durchbruch nach hinten geschaffen und wie geplant dort großzügig verglast ist, eröffnet sich gleich beim Eintritt der weite Blick auf die Wümmewiesen – die Otto Modersohn immer wieder in seinen Werken verewigte. · la

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