Neue Kita in Oyten: Politik in Standortfrage noch uneinig / Bau bis Ende 2017

Mit der Zeit im Nacken

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Ein möglicher Standort für die neue Kindertagesstätte der Gemeinde Oyten: das Feld neben dem kommunalen Friedhof. 

Oyten - Die Gemeinde Oyten braucht und schafft weitere Krippenplätze für die Betreuung von unter Dreijährigen. Dafür soll eine weitere Kindertagesstätte gebaut werden. Nur wo? Die Standortfrage diskutierte der Ratsfachausschuss für Jugend, Kultur, Soziales, Senioren und Sport intensiv in seiner Sitzung am Montagabend im Rathaussaal.

Letztlich konnte sich der Ausschuss zu keinem der vorgeschlagenen Standorte durchringen. Nun sollen die Fraktionen das Thema noch einmal beraten. Bürgermeister Manfred Cordes erwartet dazu eine Entscheidung innerhalb der nächsten vier Wochen. Cordes mahnte zur Eile, denn der neue Kindergarten muss bis Ende 2017 schlüsselfertig stehen, „weil der Landkreis den Kommunen bis Ende 2017 den jetzigen Baukostenzuschuss zahlt“. Danach beteiligt sich der Landkreis nur noch mit Betriebskostenzuschüssen an den Einrichtungen.

Erweiterung möglich

Auch Daniel Moos von der Gemeindeverwaltung betonte im Ausschuss: „Der Bedarf ist da. Aber wir müssen bis Ende 2017 fertig werden, um einen Baukostenzuschuss vom Landkreis zu erhalten. Das ist ein sportliches Ziel. Die neue Kindertagesstätte umfasst eine Kindergarten- und zwei Krippengruppen. Wir bauen die Einrichtung so, dass wir sie erweitern können.“

Vor dem Hintergrund, dass die Zeit der Gemeinde im Nacken sitzt, empfahl der Ausschuss auf Vorschlag der Verwaltung, einen Architektenwettbewerb auszuloben. Die Entscheidung über den Standort der neuen Kita vertagten die Politiker jedoch.

Die Verwaltung stellte Standorte zur Auswahl, deren Flächen der Gemeinde gehören. So schlug Daniel Moos vor, die Kindertagesstätte am Sportzentrum Stader Straße neben dem Kunstrasenplatz zu bauen. Die Fläche läge allerdings sehr außerhalb und wäre verkehrlich schwierig zu erreichen, so Moos. Alternativ schlug Moos eine Fläche nahe des Friedhofes an der alten Hauptstraße vor. Die wäre auch für Eltern aus Bassen gut erreichbar, so Moos.

„Wir haben ein Problem mit dem Standort. Das möchten wir stärker diskutieren“, sagte Hubert Dapper (Grüne). Kai Grönke (CDU) fand: „Die verkehrliche Anbindung macht mir Bauchschmerzen. Über den Standort sollten wir nachdenken. Vielleicht gibt es auch einen in Bassen, um langfristig Synergieeffekte hinsichtlich der Entwicklung der Grundschule herzustellen.“ Den Standort an der Hauptstraße lehnte der beratende Bürger Björn Meyer kategorisch ab. „Eine Kindertagesstätte an einer vielbefahrenden Straße geht gar nicht“, sagte er. Nicola Beneke (SPD) und Günter Block-Osmers (SPD) empfanden den Standort am Friedhof dagegen als ideal.

Daniel Moos ergänzte: „Vielleicht haben wir auch eine Möglichkeit, die Kindertagesstätte näher zum Kernort zu bauen. Aber die Gespräche mit dem Flächeneigentümer laufen noch“, so Moos, der damit eine Fläche im Bereich hinter der Polizei westlich des Friedhofes meinte. Bürgermeister Cordes mahnte zur Eile und warb für den Standort am Friedhof: „Der Standort ist ideal, weil Bassener Eltern ihn gut erreichen können. Bassen hat einen Bedarf an Kinderbetreuung, aber nicht in so einem großen Umfang wie Oyten. Würden wir eine Kindertagesstätte in Bassen bauen, müssten 80 Prozent der Eltern von Oyten nach Bassen fahren“, gab der Bürgermeister zu bedenken. 

woe

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