Rettungsgasse fehlte

Vollsperrung nach Unfall mit Schwerverletztem auf der A1

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Der BMW rutschte unter den Lastwagen.

Oyten - Ein Schwerverletzter, eine Vollsperrung der A1 und eine fehlende Rettungsgasse sind das Ergebnis eines Unfalls am Donnerstagvormittag. Mehr als eine Stunde musste die Autobahn 1 zwischen Oyten und Posthausen gesperrt werden.

Das Unfallauto.

Ein 49-jähriger BMW-Fahrer war nach ersten Informationen der Polizei gegen 7.20 Uhr aus noch ungeklärter Ursache unter das Heck eines rechts fahrenden niederländischen Lastwagens geraten. Der Autofahrer wurde dabei in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Anschließend musste der Mann mit schweren aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. An seinem 5er BMW entstand Totalschaden. Der 43-jährige Lkw-Fahrer blieb unverletzt. An dem Auflieger seines Sattelzuges entstand ein Schaden von etwa 15.000 Euro. Insgesamt wird die Schadenshöhe von der Polizei auf rund 40.000 Euro geschätzt.

Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Fahrbahn Bremen-Hamburg rund eine Stunde lang voll gesperrt werden. Danach wurde der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbei geführt. Der Rückstau betrug zeitweilig zehn Kilometer.

Besonders ärgerlich soll laut Informationen der Feuerwehr gewesen sein, dass es keine Rettungsgasse gegeben habe. Ein Lastwagen soll sogar diagonal gestanden haben. "Obwohl vorher Rettungswagen, Notarzt und Polizei durch den Stau gefahren sind gab es für uns keine richtige Rettungsgasse. Teilweise standen auf der dreispurigen Autobahn vier Fahrzeuge nebeneinander", sagt Volker Jentsch, stellvertretender Ortsbrandmeister aus Oyten.

Schwerer Unfall mit Vollsperrung auf der A1

Infolgedessen kam es zu zwei kleineren Folgeunfällen, die lediglich Blechschäden nach sich zogen. In einem Fall touchierte der Fahrer eines Einsatzfahrzeuges der Feuerwehr den Außenspiegel eines Mercedes, dessen Fahrer nicht ausreichend Platz für die Rettungsgasse gelassen hatte. Aus diesem Anlass erinnert die Polizei noch einmal daran, dass bei Verkehrssituationen, die zu einem Rückstau führen, die Verkehrsteilnehmer der rechten Fahrspur ihre Fahrzeuge ganz an den rechten Fahrbahnrand zu lenken haben, und Fahrzeuge der linken Spur zum linken Fahrbahnrand gelenkt werden sollen. Die zwischen den beiden Fahrzeugkolonnen entstehende (weitere) Fahrspur wird als "Rettungsgasse" bezeichnet und ist ausschließlich für Einsatzfahrzeuge vorgesehen. Die Polizei weist auch darauf hin, dass alle Autofahrer, die gegen das Gebot der Rettungsgasse verstoßen, mit einem Bußgeld rechnen müssen. Jeder Autofahrer sollte daran denken, dass im Notfall keine Zeit verloren werden darf.

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