Mareike Kiss kandidiert für Oytener SPD 

„Sorge tragen, dass Gutes auch bleibt“

Mareike Kiss (26) kandidiert für die Oytener SPD um Sitz und Stimme im Gemeinderat.

Oyten - Dass die Oytener SPD mit einem frischen, jungen Gesicht auf Listenplatz 3 ins Wahlrennen gehen kann, verdankt sie mehreren glücklichen Umständen. Erstens politisierte sich Mareike Kiss während ihrer Ausbildung zur Schiffsmechanikerin bei der Hapag-Lloyd AG bis hin zum Erwerb des roten Parteibuchs, zweitens zog die Liebe zu ihrem damals in Bremen studierenden Mann sie von der Ostsee Richtung Weser und drittens beschloss das junge Paar 2011, sich sein Zuhause bei den Großeltern Kiss in Bassen zu schaffen.

Inzwischen ist Mareike Kiss (26) nicht nur Mutter einer 14 Monate alten Tochter und angehende Berufsschullehrerin, sondern auch Vize-Vorsitzende der Oytener SPD – und heiße Anwärterin auf Sitz und Stimme im neu zu wählenden Oytener Gemeinderat.

Aufgewachsen im schleswig-holsteinischen Neumünster, absolvierte sie nach dem Abitur eine Ausbildung zur Schiffsmechanikerin bei Hapag-Lloyd in Travemünde. Dabei lernte sie ihren Mann kennen, der heute als nautischer Offizier zur See fährt – die erste viermonatige Abwesenheit ihres Mannes hat die 26-Jährige gerade „überstanden“. Weil im Interesse des Familienlebens „nicht beide zur See fahren können“ und Frauen es in der Männerdomäne Schiffstechnik sowieso extrem schwer haben, wie Mareike Kiss erfahren hat, startete sie in Bremen ins Studium für das Berufsschullehramt Metalltechnik. Ihre Schiffsmechaniker-Ausbildung kommt ihr dabei nicht nur zugute, sondern „ist entscheidend für die spätere Berufspraxis“, wie sie sagt. „Punktgenau zwischen Bachelor- und Masterarbeit“ kam Tochter Rieke zur Welt. Sie ist natürlich auch jetzt in Cuxhaven dabei, wo Mareike Kiss im Rahmen ihres Studiums gerade ein fünfwöchiges Schulpraktikum macht.

Als SPDler nahmen sie und ihr Mann nach ihrem Einzug in Bassen Kontakt zum Oytener Ortsverein auf. Schnell rutschte Mareike Kiss in den Vorstand und fand es immer „spannend“, was die gewählten Ratsmitglieder so erzählten – „was die so machen und entscheiden“. Als sie jetzt zur Neuwahl nach einer Kandidatur gefragt wurde, sagte sie deshalb: „Ja, gerne! Das möchte ich ausprobieren.“

Ihr Schwerpunkt sei ganz klar die Sozialpolitik, so Mareike Kiss. Als Mutter und angehende Lehrerin lege sie ihr Augenmerk insbesondere auf Kindergarten und Schule – Bereiche, in denen Oyten gut aufgestellt sei. Aber, so Kiss, „man muss auch dafür Sorge tragen, dass was Gutes auch so bleibt“. Klar wolle sie ein bisschen frischen Wind in die Ratspolitik bringen, aber sich nicht in den Vordergrund drängen: „Ich würde erstmal gucken, wie das alles so läuft. Auf jeden Fall bin ich sehr neugierig.“

Ihr Hobby Chorsingen lässt die 26-Jährige gerade ruhen, weil die Probentermine mit den SPD-Sitzungen kollidierten. „Aber ich engagiere mich nebenbei noch in der Studentenvertretung – und ich backe gerne“, erzählt Mareike Kiss, die bei der Vereinbarung von Familie, Studium und politischem Engagement sehr auf die großfamiliäre Unterstützung bauen kann. Unbenutzt in der Schublade liegt zurzeit ihr Sportbootführerschein, „aber unser Traum ist es, uns irgendwann mal ein Segelboot zuzulegen“. Für den Wahlsonntag ist es der 26-Jährigen erstmal wichtig, „dass die Menschen wählen gehen – und sehen, dass auch junge Menschen sich politisch engagieren“. Dafür will sie „ein Zeichen setzen“.

pee

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