Sozialausschuss entscheidet Standortfrage nach hitziger Diskussion einstimmig

Kita-Bau nahe der Kreuzung

Oyten - Der Standort ist geklärt, die Trägerschaft noch nicht. Nach einer hitzigen Diskussion, in der es am Montagabend im Rathaus zwischenzeitlich so aussah, als würde der Sozialausschuss des Gemeinderates die Standortfrage für einen neuen Oytener Kindergarten ein zweites Mal vertagen, sprachen sich die Politiker am Ende doch einstimmig für einen Neubau auf einem Grundstück am kommunalen Friedhof aus.

Der Ausschuss hatte dazu im Vorfeld der Sitzung einen Arbeitskreis eingerichtet, der sich mit der umstrittenen Standortfrage beschäftigt und dabei den Vorschlag der Gemeindeverwaltung bestätigt hatte, die neue Kita neben dem Friedhof nahe der Kreuzung am Einkaufszentrum Wehlacker zu bauen. Allerdings verlangte der Arbeitskreis den Ausbau der Wehlacker-Kreuzung mit einer Vollampel und den Bau einer Zuwegung von der Ampel zum neuen Kita-Gebäude. Dazu stellte Verwaltungsfachbereichsleiter Daniel Moos fest: „Die zuständige Landesbehörde bezahlt den Ampelausbau, die Kosten für den Weg muss die Gemeinde übernehmen.“ Bürgermeister Manfred Cordes mahnte die Politik zur Eile, „weil der Kindergarten bis Ende 2017 stehen muss, um die Zuschüsse noch zu bekommen.“

Der beratende Bürger Björn Meyer schimpfte: „Der Standort ist katastrophal – genau an einer vielbefahrenen Straße mit hohem Verkehrslärm.“ Ralf Großklaus (SPD) wollte nach diesem Einwand das Thema erneut vertagen und in die Fraktionen zurückgeben, betonte aber vorher: „Der Standort ist zentral und gut erreichbar. Wir stimmen dem zu.“ Daraufhin schlug Günter Block-Osmers (SPD) auf den Tisch und verlangte eine Entscheidung in der Sitzung. Sandra Röse (CDU) erklärte: „Die CDU war anfangs dagegen. Es gibt aber keine harten Argumente gegen den Standort. Nur die Kostenfrage mit dem Ampelumbau musste geklärt werden.“ Nachdem der Ausschuss die Argumente ausgetauscht hatte, votierte er überraschend einstimmig für den von der Verwaltung vorgeschlagenen Standort am kommunalen Friedhof.

Wer die Trägerschaft des neuen Kindergartens übernimmt, bleibt noch unklar. Eigentlich wollte und sollte das die Kommune selbst tun, aber zwischenzeitlich hat sich der Verband der Johanniter bei der Gemeinde um Bau und Betrieb der Kindertagesstätte beworben. In der Sitzung stellten Thorsten Renken vom Johanniter-Regionalvorstand und Karin Schätzlein, Fachbereichsleiterin Bildung und Erziehung beim Johanniter-Landesverband Niedersachsen/Bremen, ihr pädagogisches Konzept vor, mit dem sich die Johanniter um die Trägerschaft bewerben. Nach ihren Worten betreiben die Johanniter bundesweit 362 Kindertagesstätten, davon 20 in Niedersachsen. „Wir könnten auch den Kindergarten bauen“, betonte Renken. „Warum sollten wir einen neuen Träger reinholen?“, fragte Sandra Röse (CDU). „Weil es eine Bereicherung der Trägerlandschaft in einer Kommune ist und die Eltern wählen können“, entgegnete Schätzlein.

Die Entscheidung über die Trägerschaft für den dann siebten Kindergarten im Oytener Gemeindegebiet steht noch aus. Zurzeit betreibt die Kommune vier Kindertagestätten sowie die ev. und die kath. Kirchengemeinde jeweils eine. 

woe

Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung / Marvin Köhnken

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