Wo Berufsbilder klare Konturen kriegen

33 Unternehmen kommen mit potenziellen Azubis ins Gespräch

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Neues zum Bäckerhandwerk erfuhren Oytener Schüler beim 6. BIT von Michael Baalk. 

Oyten - Mit dem Berufsinformationstag (BIT) am Schulzentrum Oyten wird Schülerinnen und Schülern sowie potenziellen beruflichen Ausbildern das gegenseitige Kennenlernen leicht gemacht. In direkten persönlichen Gesprächen können Eindrücke vertieft und Informationen im Detail besprochen werden. Der BIT ist eine Veranstaltung, die seit Jahren schon gemeinsam von Lehrern, Mitgliedsbetrieben der Vereinigung der Selbständigen (VdS) und der Gemeinde Oyten initiiert wird.

Der 6. BIT fand heute in der Aula des Schulzentrums statt. Dort hatten vorrangig ortsansässige, aber auch einige auswärtige Betriebe und Einrichtungen Informationsstände errichtet, an denen schnell lebhafte Gespräche geführt wurden. Insgesamt 33 Unternehmen stellten sich und ihre Ausbildungs- und Praktikumsangebote den Schülern ab Klasse 8 vor.

Bei der Eröffnung sprach Bürgermeister Manfred Cordes von der Notwendigkeit, sich über berufliche Möglichkeiten möglichst früh zu informieren, während Hans-Joachim Blohme als Vorsitzender der VdS das gute Verhältnis der Selbständigen zu Kommune und Schule betonte. Schulleiter Reinhard Ries wünschte allen Beteiligten gute Kontakte und erfolgreiche Gespräche. Dafür waren im Vorfeld der Veranstaltungen Vorkehrungen getroffen worden. Die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs zum Beispiel hatten vorab Bewerbungen geschrieben, um sie gleich an bestimmten Ausstellungsständen vorzulegen.

Jonathan (rechts) und Joshua verhalf der BIT zu neuen Einsichten.

Michael Baalk, Bäckermeister im elterlichen Unternehmen, das „die weite Welt des Backens“ verspricht, hatte gut zu tun, um alle Fragen der jungen Leute, die sich um seinen Stand drängten, ausführlich zu beantworten. Baalk, der bald in die Geschäftsführung des Familienbetriebes wechseln wird, sieht im Bäckerhandwerk für junge Leute gute Chancen. Die Ausbildungsvergütung sei kontinuierlich angehoben worden und liege im dritten Lehrjahr derzeit bei knapp unter 1000 Euro brutto. Gewöhnungsbedürftig allerdings seien nach wie vor die Arbeitszeiten. Bäcker dürften weder frühes Aufstehen noch zum Wochenende Nachtarbeit scheuen. Noch sind bei Baalk (23 Fachgeschäfte, 150 Mitarbeiter, 32 Auszubildende) Ausbildungsplätze frei: „Wenn jemand ein echtes Interesse hat, kann alles sehr schnell gehen mit einem Ausbildungsvertrag“, betonte Michael Baalk, der nach seinen Worten in jüngster Zeit sogar einen Trend zum Bäckerhandwerk erkannt hat.

„Baugewerbe klagen über Nachwuchsmangel“

Davon kann Maurermeister Uwe Peper nur träumen: „Die Baugewerbe insgesamt klagen über Nachwuchsmangel“, weiß Peper. Und das seit Jahren schon. Schuld daran sei auch eine falsche Vorstellung vom Bauhandwerk: „Die körperlich anstrengenden Tätigkeiten halten sich bei uns in Grenzen. Für schwere Arbeiten gibt es Maschinen“, sagte Peper. Machtlos jedoch sei man gegen die Widrigkeiten des Wetters. „Das“, so Peper, „schreckt viele ab.“

Ingesamt präsentierten sich bei diesem BIT 33 Aussteller. Die Handwerksbetriebe waren ebenso dabei wie Geldinstitute, die Gemeinde Oyten mit Bauhofmitarbeitern, karitative Einrichtungen, das Polizeikommissariat Achim sowie Industrieunternehmen und Einzelhändler.

Den beiden sechzehnjährigen Jonathan und Joshua zum Beispiel hat dieser BIT zu Einsichten über ihre nahe Zukunft verholfen. Die „Gespräche mit netten Menschen“, wie sie sagten, sowie diverse Vorträge schärften die einzelnen Berufsbilder und erweiterten ihre eigenen Kenntnisse. 

häg

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