Der Vorgänger als Nachfolger

Reiner Schnäpp (SPD) wieder Ottersberger Ortsbürgermeister

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Der neue Ottersberger Ortsrat ist in seine fünfjährige Amtszeit gestartet: (v.li.) Klaus Rebentisch (CDU), Friedrich Bartels (FGBO), Hannah Schwarz-Kaschke (CDU), stellvertretender Ortsbürgermeister Tim Weber (FGBO), Ortsbürgermeister Reiner Schnäpp (SPD), André Herzog (SPD) und Jürgen Baumgartner (Die Linke).

Ottersberg - Von Petra Holthusen. Der Vorgänger ist der Nachfolger: Reiner Schnäpp (SPD) hat sich nochmal das Amt des Ottersberger Ortsbürgermeisters gesichert und löst damit nach zehn Jahren Klaus Rebentisch (CDU) wieder ab, der die Funktion zwei Wahlzeiten inne hatte. In der erwarteten Kampfabstimmung um den Ortsbürgermeister-Posten unterlag Rebentisch Schnäpp am Donnerstagabend in der konstituierenden Sitzung des Ottersberger Ortsrates mit 2:5 Stimmen.

Zwar kürte der siebenköpfige Ortsrat seinen obersten Repräsentanten im Rathaussaal in geheimer Wahl, aber die abgegebenen Stimmen lassen sich leicht zuordnen. Der bisherige Ortsbürgermeister Klaus Rebentisch konnte nur auf seine und auf die Stimme seiner CDU-Fraktionskollegin Hannah Schwarz-Kaschke zählen. Die beiden FGBO-Vertreter Tim Weber und Friedrich Bartels, die beiden SPD-Kollegen Reiner Schnäpp und André Herzog sowie der Linken-Abgeordnete Jürgen Baumgartner wählten mit vereinten Kräften den SPD-Mann ins Amt und setzten damit ihre in der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderates begonnene Personal-Allianz fort.

FGBO-Primus Tim Weber, der im September bei der Wahl zum neuen Ortsrat gemeinsam mit Klaus Rebentisch die meisten Wählerstimmen erhalten hatte, begnügte sich dennoch mit dem Posten des stellvertretenden Ottersberger Ortsbürgermeisters. Dafür werden FGBO, SPD und Grüne dem Vernehmen nach am Montagabend in Fischerhude gemeinsam den dortigen FGBO-Mann Wilfried Mittendorf wieder zum Ortsbürgermeister wählen.

Bei der Wahl des stellvertretenden Ottersberger Ortsbürgermeisters verzichtete die CDU auf einen Gegenkandidaten, votierte jedoch in offener Abstimmung gegen die Wahl von Tim Weber.

Reiner Schnäpp sagte in seiner Antrittsrede: „Ich hoffe, dass ich der Sache gerecht werden kann, für Ottersberg etwas zu tun.“ Das was möglich sei, wolle er für Ottersberg machen, so Schnäpp. Er dankte Klaus Rebentisch, an den er das Amt des Ortsbürgermeisters vor zehn Jahren hatte abgeben müssen: „Klaus hat das die zehn Jahre sehr gut gemacht.“ Als erste Amtshandlung kündigte der neue Ortsbürgermeister die Einberufung einer nichtöffentlichen Ortsratssitzung an – „um zu klären, wie wir miteinander umgehen und was wir vorantreiben wollen“.

Zu Beginn der Sitzung oblag Tim Weber als stellvertretendem Gemeinde-Bürgermeister in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Horst Hofmann die förmliche Verpflichtung des politischen Newcomers Friedrich Bartels. Alle anderen sechs Ortsratsmitglieder waren bereits als Mitglieder des Gemeinderates in dessen erster Sitzung hinsichtlich ihrer Pflichten belehrt und gemäß Niedersächsischer Kommunalverfassung formell ins Amt eingeführt worden.

Die traditionelle Verabschiedung ausgeschiedener Ortsratsmitglieder übernahm Vize-Verwaltungschef Jürgen Buthmann-von Schwartz. Er überreiche Matthias Flau-Kolm (Grüne) als Dank für fünfjährige Ortsratszugehörigkeit Urkunde und Präsent.

Eröffnet hatte die Sitzung der bis dato noch amtierende Ortsbürgermeister Klaus Rebentisch mit einer Bewertung der abgelaufenen Amtszeit des Ortsrates: „Ortsratsarbeit ist keine politische Arbeit, sondern Arbeit für die Menschen hier im Ort. Parteipolitik sollte dabei keine Rolle spielen.“ In diesem Sinne sei im Ortsrat in den vergangenen Jahren konstruktiv zusammengearbeitet und die „tolle Entwicklung Ottersbergs“ mitgestaltet worden. 

„Tolle Schulen, tolle Kitas, ein barrierefreier Bahnhof – ich bin stolz, was wir in Ottersberg erreicht haben. Und da dürfen wir nicht nachlassen“, sagte Rebentisch. Die gescheiterte Kunst im Kreisel allerdings nannte der Ex-Ortsbürgermeister ein „Stück Politik, wie es nicht laufen soll – da sind wir zu keinem guten Ergebnis gekommen“.

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