Open-Air-Festival in Posthausen

Viele kommen ihren Musikidolen ganz nahe

Sarah und Pietro Lombardi. - Fotos: Hägermann

Posthausen - Bei musikalischen Sommerfestivals spielt das Wetter zumeist nur eine untergeordnete Rolle. Selbst ein Platzregen wie vor Jahresfrist in Posthausen trübte damals kaum die Stimmung, denn viel wichtiger als durchgängig blauer Himmel und Sonnenschein sind die Nähe zu den Stars und eine gute Show.

Beides war am Samstag auf der Sommerbühne bei Dodenhof geboten. Die größte Open-Air-Party der Region lockte vor allem junge Zuhörerinnen und Zuhörer, die sich auf dem Event-Gelände schon früh Plätze gesichert hatten. Moderiert wurde das Festival von Sven und Insa, Frühaufstehern bekannt von der Energy Bremen Morningshow.

Max Giesinger.

Als Hauptact begrüßte das Duo gegen Ende der Veranstaltung Max Giesinger. Der landete mit seinem Lied „80 Millionen“ den Sommerhit des Jahres und die Begleitmusik zur Fußball-EM. Im Text enthalten sind ein paar Rechenbeispiele, aber auch ein wenig Himmelskunde, denn wenn zwei Menschen sich ineinander verlieben und nichts mehr wollen, als den Rest des Lebens zusammenbleiben, dann ist das, als würden zwei Kometen zusammenprallen, meint Giesinger. Vereint steigen Gewicht und Anziehungskraft.

Die Wahrscheinlichkeit eines Kometen-Crash ist gering, sagen Astronomen. Auf der Straße, in Cafés, bei der Arbeit, auf Partys oder im Internet passiert es jeden Tag, singt Max Giesinger, der eine „Voice of Germany“ war, in Australien und Neuseeland sein Geld als Straßensänger verdiente und in Posthausen umjubelt wurde. Giesingers neue CD heißt „Der Junge, der rennt“. Sein Debüt-Album trug den Titel „Laufen lernen“. Der Künstler hat offenbar die Mobilität zum Thema erkoren und stürmte auf die Bühne. Er kann aber auch anders.

Giesinger bittet in seinen Songs „Nicht so schnell“, gerät „In Balance“, weiß, dass „Die guten Tage strahlen“ oder wird unvermittelt zum Melancholiker, wenn ihm Zeilen einfallen wie „Die Zeit fließt langsam dahin, mit viel Tonic und Gin“. Alles solide Titel mit eingängigen Melodien. Bei der Titelauswahl für seine Alben hat Max Giesinger schon Bodenhaftung bewiesen. Musikalisch überfliegen will er trotzdem. Zu sehen ist er auch beim HalloVerden-Festival am 22. Oktober in der Stadthalle.

Wahnsinnige Kulisse bei Dodenhof in Posthausen.

Vorab waren Sarah und Pietro Lombardi zu sehen. Noch so ein Kometen-Crash. Das junge Paar lernte sich bei einer von vielen Talentshows kennen, heiratete, bekam ein Kind und beglückt seitdem regelmäßig ein Teil des Fernsehpublikums mit mehr oder minder bedeutenden Geschichten aus seinem Ehe- und Elternalltag. Die Lombardis sind Sympathieträger für eine ganz bestimmte Zielgruppe und damit durchaus gut im Geschäft. Er ist italienischer Abstammung, sie auf der Bühne meistens mit einem Smartphone bewehrt und ganz wild auf Selfies mit Publikum: „Seid ihr gut drauf?“ Mehr als einmal musste diese Frage schreiend beantwortet werden.

Auch bei diesem Sommerfestival gab es ein „Meet & Greet“. Gewinnerin diesmal: Sarah Lohmann aus Etelsen. Backstage traf sie Igor Barbosa, der in diesem Jahr zu einem der Lieblinge bei „Deutschland sucht den Superstar“ avancierte. Das weitere musikalische Programm bestritten Nachwuchskünstler wie Anna Naklab, Shanice und Adesse. Außerdem spielte DJ Mark Bale House- und Elektro-Beats.

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