Ottersberger Kommunalparlament startet in neue Amtszeit

Mit Lakritzkonfekt, elf Neuen und einer grünen Präsidentin

Neue Ratsperiode, neues Team: (v.re.) der stellvertretende Bürgermeister Tim Weber (FGBO), Ratsvorsitzende Erika Janzon (Grüne) und die 2. stellvertretende Bürgermeisterin Annegret Reysen (SPD) an der Seite von Bürgermeister Horst Hofmann (li.). - Foto: Mertins

Ottersberg - Von Petra Holthusen. Mit 11 neuen und 17 wiedergewählten Mandatsträgern startete der Rat des Fleckens Ottersberg am Donnerstagabend in die 10. Ratsperiode der Großgemeinde. Zur Feier des Abends verwöhnte die Verwaltung die Kommunalpolitiker mit Salzgebäck und Lakritzkonfekt. Weniger gut schmeckten der CDU die verschiedenen Wahlgänge: Obwohl mit Abstand stärkste Fraktion im vor zwei Monaten neu gewählten Gemeinderat, unterlagen die Christdemokraten bei der Verteilung der Posten in allen Abstimmungen. Neue Ratsvorsitzende ist Erika Janzon (Grüne), neuer stellvertretender Bürgermeister Tim Weber (FGBO), neue 2. stellvertretende Bürgermeisterin Annegret Reysen (SPD).

Für die neue fünfjährige Legislaturperiode haben die 11 CDU-Vertreter und FDP-Mann Horst Köntges eine Gruppe und damit eine gemeinsame 12-köpfige Fraktion gebildet. Die Freie Grüne Bürgerliste Ottersberg (FGBO) und die SPD stellen jeweils 6 Abgeordnete und die Bündnisgrünen 3. Jürgen Baumgartner ist Einzelkämpfer der Partei Die Linke. Stimmberechtigtes Ratsmitglied Nr. 29 ist kraft Amtes Bürgermeister Horst Hofmann, dem die förmliche Verpflichtung der gewählten Mandatsträger per Handschlag oblag.

Um die Nachfolge des langjährigen Ratsvorsitzenden Helmut Prossner (SPD), der zur Gemeindewahl nicht mehr angetreten war, konkurrierten Erika Janzon (Grüne) und Hannah Schwarz-Kaschke (CDU). In geheimer Wahl erhielt Janzon 15 Stimmen, Schwarz-Kaschke 14. Damit wechselte die langjährige Grünen-Fraktionschefin auf den Präsidentenstuhl und brachte im Anschluss ihre erste Ratssitzung in ihrer verbindlichen, freundlichen Art souverän über die Bühne. Als stellvertretende Ratsvorsitzende wurde SPD-Neuling Bianca Fischinger gewählt, die sich in geheimer Abstimmung mit 15:14 gegen Werner Bahrenburg (CDU) durchsetzte. Dass die 15 Stimmen, die genau die Ratsmehrheit ausmachen, jeweils von FGBO, SPD und Grünen kamen, darf unterstellt werden.

Mit 16 Stimmen wählte der Rat FGBO-Fraktionschef Tim Weber zum ehrenamtlichen Bürgermeister-Stellvertreter. CDU-Gegenkandidat Reiner Sterna unterlag in geheimer Wahl – ebenso wie im Anschluss sein Fraktionskollege Dirk Gieschen der SPD-Kandidatin Annegret Reysen, die neue 2. stellvertretende Bürgermeisterin wurde.

Den nach kurzem Disput auf acht zu vergebene Sitze vergrößerten Verwaltungsausschuss, wichtigstes Entscheidungsgremium nach dem Rat, besetzten die Fraktionen mit: Reiner Sterna, Dirk Gieschen und Klaus Rebentisch (CDU), Petra Ruers und Tim Weber (FGBO), Annegret Reysen und Reiner Schnäpp (SPD) und Erika Janzon (Grüne). Neuntes stimmberechtigtes Mitglied ist kraft Amtes der Bürgermeister.

Bei der Strukturierung seiner inhaltlichen Arbeit durch Bildung von Fachausschüssen lehnte der Rat mit 8:14 Stimmen bei 7 Enthaltungen (vor allem der SPD-Riege) einen Antrag der FGBO auf Gründung eines neuen Ausschusses ab. Dieser sollte sich mit Prozessplanung, Verkehr und Bürgerbeteiligung befassen, denn, so begründete Tim Weber, diese drei Themen kämen bislang zu kurz: Verkehr, bis dato dem Finanzausschuss zugeordnet, werde dort ebenso wenig behandelt wie Bürgerbeteiligung im Kulturausschuss. Und Prozessplanung, um Vorgänge und deren Kommunikation zwischen Verwaltung und Rat geschmeidiger zu machen, beschrieb Weber als bisheriges Manko. Die Ratsmehrheit sah jedoch keine ausreichenden Gründe für einen neuen Fachausschuss.

Dem Bauausschuss wird künftig Klaus Rebentisch (CDU) vorsitzen, dem Sozialausschuss Bianca Fischinger (SPD), dem Feuerschutzausschuss André Herzog (SPD), dem Umweltschutzausschuss Dirk Gieschen (CDU), dem Schulausschuss Hannah Schwarz-Kaschke (CDU), dem Finanzausschuss Reiner Sterna (CDU), dem E-Werksausschuss Ludwig Schwarz (Grüne) und dem Kulturausschuss Wilfried Mittendorf (FGBO).

Bei der Bennung des Ortsvorstehers für Narthauen bestätigte der Rat Reinhard Schloo (CDU) im Amt.

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