Verkehrsbehörde untersagt bunte Installation wegen möglicher Gefahren für Kinder

Aus für die Kreisel-Kunst

Nachdem sich gerade eine politische Mehrheit für die geplante Kreisel-Kunst „Camp Inn“ gefunden hatte, untersagte jetzt die Verkehrsbehörde die Installation in der Ottersberger Ortsmitte.

Ottersberg - Zwei Jahre Ideenschmiede, Kopfzerbrechen und Zankerei für die Katz': Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr lehnt die Installation des Kunstwerks „Camp Inn“ in der Mitte des Kreisels Große Straße/Grüne Straße in Ottersberg ab. Das teilte Bürgermeister Horst Hofmann am Donnerstagabend in der Sitzung des Gemeinderates mit.

Die unerwartete Hiobsbotschaft trifft Ottersberg just in dem Moment, da sich im Verwaltungsausschuss nach schier endloser Streiterei gerade eine politische Mehrheit für das lange diskutierte und umstrittene Kreisel-Kunstwerk gefunden hatte und die Realisierung nach mehr als zwei Jahren Planung endlich in greifbare Nähe gerückt war. Aber „das Kunstwerk entsteht nicht auf dem Kreisel, weil die Verkehrsbehörde das nicht zugelassen hat“, so Hofmann, „das ist aus meiner Sicht eine schlechte Nachricht.“ Andere im Saal, wie die SPD-Ratsmitglieder Reiner Schnäpp und Annegret Reysen, die Unterschriften gegen das Kunstwerk gesammelt hatten, wirkten dagegen zufrieden.

„Trotz intensiver Gespräche“ sei die Verkehrsbehörde nicht zu überzeugen gewesen – sie wolle als zuständiger Straßenbaulastträger die Verantwortung für mögliche Unfälle nicht übernehmen, berichtete Hofmann. Unfallgefahren sieht die Landesbehörde offenbar in der Tatsache, dass die von Ottersberger Kunststudierenden kreierte bunte Installation mit ihren kleinen zeltähnlichen Elementen wie ein Spielplatz wirken und Kinder verlocken könnte, über die Straße in die Kreiselmitte zu laufen. Diese Begründung für die behördliche Ablehnung, die schriftlich noch nicht vorliegt, bestätigte Bürgermeister Hofmann auf Nachfrage. Das Straßenbauamt in Verden war bislang für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Damit sind die Arbeit der Studierenden, die sich in einem Ideenwettbewerb der Gemeinde durchgesetzt hatten, sowie der lange politische Diskussions- und Entscheidungsprozess zunichte gemacht und ist die Kreisel-Kunst fürs Erste gestorben. „Jetzt“, bestätigte Hofmann, „fangen wir wieder von vorne an.“ 

pee

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