Fischerhuder Ortsbürgermeister Wilfried Mittendorf einstimmig wiedergewählt

„Immer offenes Ohr für alle“

Der neu gewählte Fischerhuder Ortsrat hat seine Arbeit aufgenommen: (v.li.) Michael Kallhardt (CDU), Nils Reineke (FGBO), Ortsbürgermeister Wilfried Mittendorf (FGBO), Cornelia Wolf-Becker (Grüne), Dirk Gieschen (CDU), stellvertretender Ortsbürgermeister Helmut Blohm (SPD) und Stefan Brüning (CDU). - Foto: Holthusen

Fischerhude - Von Petra Holthusen. Mit 814 persönlichen Stimmen – mehr als doppelt so viel wie für den zweitstärksten Bewerber – war die Zustimmung der Fischerhuder und Quelkhorner für ihren Ortsbürgermeister Wilfried Mittendorf (FGBO) überwältigend, als im September der neue Ortsrat gewählt wurde. Diesem Wählervotum schloss sich der Ortsrat jetzt in seiner konstituierenden Sitzung am Montagabend in Bellmanns Gasthof an und wählte Mittendorf erneut zum Ortsbürgermeister – einstimmig.

Mittendorfs Wiederwahl schlug der später zum stellvertretenden Ortsbürgermeister gewählte Helmut Blohm (SPD) vor. Der von Blohm ins Feld geführten Begründung – „erfolgreiche erste Amtszeit und eindeutiges Wahlergebnis“ – schloss sich auch die CDU an: Als dreiköpfige und damit stärkste Fraktion im siebenköpfigen Ortsrat könne man ja durchaus auf die Idee kommen, den Ortsbürgermeister stellen zu wollen, so Stefan Brüning. „Aber wir verzichten auf einen Anspruch, weil wir den Wählerwillen respektieren“, zollte der CDU-Vertreter dem Wahlergebnis von Mittendorf Respekt. Der war also der einzige Kandidat und konnte somit offen per Handzeichen gewählt werden. Den einstimmigen Vertrauensbeweis für den alten und neuen Ortsbürgermeister quittierten die Ortsratskollegen und die knapp 30 Bürger im Saal mit kräftigem Applaus.

Der 61-jährige gebürtige Fischerhuder und jetzige Quelkhorner bedankte sich ausdrücklich für das einstimmige Votum. Er wolle sich weiter um Fairness und Transparenz bemühen, sicherte Mittendorf zu. Im Ortsrat gehe es um die Belange von Fischerhude und Quelkhorn. Dafür sollten die Mitwirkungsmöglichkeiten des Ortsrates bestmöglich genutzt und auf die Umsetzung im Gemeinderat geachtet werden. In einem „persönlichen Wort an die Bürger“ dankte Mittendorf für das entgegen gebrachte Vertrauen. Er betonte, „immer ein offenes Ohr für alle“ zu haben und alle vorgebrachten Anliegen aus dem Ort an die Gemeindeverwaltung heranzutragen.

Für die Wahl zum stellvertretenden Ortsbürgermeister schlug die FGBO SPD-Mann Helmut Blohm vor; die CDU schickte Michael Kallhardt ins Rennen. In geheimer Wahl unterlag Kallhardt Blohm mit 3:4 Stimmen.

Blohm, der das einzige verbliebene SPD-Mandat im Ortsrat inne hat, konnte dabei offensichtlich auf die Stimmen der beiden FGBO-Vertreter – neben Mittendorf noch Newcomer Nils Reineke – sowie der Grünen-Abgeordneten Cornelia Wolf-Becker zählen. Für die CDU sitzt neben Kallhardt und Brüning noch Dirk Gieschen im Fischerhuder Ortsrat, der nun in seine neue fünfjährige Amtszeit gestartet ist und als nächstes eine Ortsbereisung plant, um die nächsten Themen und Projekt festzulegen.

Die Verabschiedung des nach 15 Jahren kommunalpolitischen Mitwirkens ausgeschiedenen Ortsratsmitglieds Carsten Puvogel übernahm Bürgermeister Horst Hofmann. Er überreichte Puvogel zum Dank eine Urkunde und ein Präsent. Eine Ehrenurkunde des Städte- und Gemeindebundes hatte Hofmann für Wilfried Mittendorf mitgebracht, der sich in inzwischen 25 Jahren ehrenamlicher Tätigkeit in Gemeinderat und Ortsrat als „Anwalt der Bürger“ Verdienste um die örtliche Gemeinschaft erworben habe.

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