Heckscheibe eingeschlagen

Polizei befreit zurückgelassene Hunde aus Auto

Ottersberg - Am Donnerstag musste die Polizei zwei Hunde aus einem verschlossenen Auto befreien, das in der Mittagshitze auf dem Parkplatz eines Shopping Centers abgestellt war. Die Tiere konnten noch vor Ort erstversorgt werden. Gegen den Tierhalter wird wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. 

Einer 45-jährigen Passantin waren die beiden Hunde in dem Auto aufgefallen. Es herrschten Temperaturen von mehr als 30 Grad, zusätzlich war der Wagen der prallen Sonne ausgesetzt. Die Passantin ließ zunächst Kennzeichen im Kaufhaus ausrufen. Als niemand beim Auto erschien, alarmierte sie schließlich die Polizei. 

Nachdem die Polizeibeamten eintrafen, verschlechterte sich der Gesundheitszustand der Hunde zusehends, sodass ein Polizeibeamter die Heckscheibe des Autos einschlug und die Vierbeiner befreite. Die beiden Terrier hatten Glück im Unglück: Zufällig wurde eine Tierheilpraktikerin Zeugin des Geschehens und konnte die beiden Hunde erstversorgen. 

Gegen den Tierhalter wird nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Auch die Kosten der Scheibenreparatur muss der Halter tragen. 

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die Gefahren für Tiere hin, die sich bei den hohen Temperaturen im Auto befinden. Personen, die Tiere bei solchen Temperaturen in einem Auto sehen, können sich jederzeit bei der Polizei melden. 

Wenn es dem Tier bereits so schlecht geht, dass das Tier noch vor Eintreffen der Besitzers oder der Polizei zu sterben droht, kann der Passant auch selbst die Scheibe einschlagen. Das erklärt Rechtsanwältin Daniela Mielchen aus Hamburg. 

Eindeutige Anzeichen eines Hitzschlags beim Hund sind laut Bundestierärztekammer starkes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Apathie, Taumeln oder Krämpfe.

Vor kurzem sorgte auch ein Video aus den USA für Aufsehen. Die Aufnahmen stammen von der Körperkamera der Polizei in Florida und zeigen, wie zwei Cops einen Welpen in letzter Sekunde vor dem Hitzetod retten. 

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Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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