Unterrichtsausfall bis Freitag

Feuer legt Schulbetrieb lahm

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Der Brandort ist abgesperrt und beschlagnahmt: Nach dem Feuer im Ottersberger Schulzentrum fällt der Unterricht an Wümmeschule und Gymnasium bis einschließlich Freitag aus. Die Polizei ermittelt unter anderem auch in Richtung Brandstiftung. 

Ottersberg - Von Petra Holthusen. Außerplanmäßige Ferien für die Schüler der Wümmeschule und des Gymnasiums Ottersberg: Nach dem Brand im Verwaltungstrakt der Wümmeschule in der Nacht zu Sonntag ist ein Unterrichtsbetrieb im Schulzentrum bis einschließlich Freitag nicht möglich. Das teilt die Gemeinde mit. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen der Polizei beläuft sich der Brandschaden auf mehrere hunderttausend Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen in alle Richtungen. „Brandstiftung ist absolut nicht auszuschließen“, erklärt Polizei-Pressesprecher Helge Cassens auf Nachfrage.

Der Brandort wurde von der Polizei noch in der Nacht beschlagnahmt. Die Eingänge zur Wümmeschule und zum Gymnasium sind abgesperrt. Von außen ist dem Schulgebäude der immense Schaden, den das im Hausmeisterbereich des Verwaltungstrakts ausgebrochene Feuer verursachte, nicht anzusehen. Die Freiwilligen Feuerwehren Ottersberg, Fischerhude/Quelkhorn und Otterstedt hatten dank ihres schnellen Einsatzes ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile verhindern können. Menschen kamen nicht zu Schaden. Allerdings zog der Qualm in viele Unterrichtsräume, die aufgrund der möglichen toxischen Belastung fürs Erste nicht nutzbar sind. Außerdem setzte das Feuer die Technik im Schulgebäude samt Stromversorgung außer Gefecht.

Chemische Analyse der Raumluft läuft

„Mit den Reinigungsarbeiten und der chemischen Analyse wurde bereits begonnen“, erklärt Jürgen Buthmann-von Schwartz, Vize-Verwaltungschef der Gemeinde. In jedem Raum werde die mögliche Belastung der Luft durch giftige Rauchgase gemessen, auch im angrenzenden Gymnasium: „Wir wollen da kein Risiko eingehen.“

Der Verwaltungstrakt der Wümmeschule, in dem das Feuer ausgebrochen war, muss nach Einschätzung von Buthmann-von Schwartz grundsaniert werden und wird lange Zeit nicht nutzbar sein. Das gilt nicht nur für Sekretariat und Schulleitungsbüros, sondern auch für das Lehrerzimmer. „Wie wir das übergangsweise regeln und schulintern organisieren, wird zurzeit geklärt“, so Buthmann-von Schwartz.

Notdürftig mit Strom versorgt wurden am Sonntag als erstes die Server der beiden Schulen, aber vor allem die Schulküche, die auch Kindergärten mit frisch gekochtem Mittagessen beliefert. „Die können in der Küche jetzt arbeiten, auch die Kühlung ist wieder im Griff“, berichtet der Verwaltungsvertreter.

Brandermittler der Polizei forschen derweil nach der Brandursache. Bestellt von der Staatsanwaltschaft, wurde außerdem ein externer Brandsachverständiger hinzugezogen. Nachbarn des Schulzentrums wurden bereits polizeilich befragt zu möglichen verdächtigen Beobachtungen in der Brandnacht. Der Zeugenaufruf der Polizei brachte die Ermittler bislang noch nicht auf eine „heiße Spur“, wie Polizei-Pressesprecher Cassens sagt. Wie üblich werde hinsichtlich der Brandursache in alle Richtungen ermittelt – vom technischen Defekt bis zum Fremdverschulden, sprich Brandstiftung werde nichts ausgeschlossen. Konkrete Ermittlungsergebnisse lägen jedoch noch nicht vor. Sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung nimmt die Polizei in Achim unter Telefon 04202-9960 entgegen.

Notbetreuung für Kinder eingerichtet

Für die Zeit des Unterrichtsausfalls an Gymnasium und Wümmeschule in dieser Woche wurde eine Notbetreuung vor allem für die jüngeren Schülerinnen und Schüler eingerichtet. Familien, die die Notbetreuung in Anspruch nehmen möchten, müssen sich anmelden bei der Gemeinde Ottersberg (per E-Mail an: info@flecken-ottersberg.de oder unter Telefon 04205-31700 bzw. 317011). Für diese Betreuung im Freien und in der Turnhalle sollen die Kinder wetterfeste Kleidung und Sportsachen mitbringen. „Wir rechnen damit, dass am Montag kommender Woche der Unterricht zumindest in eingeschränkter Form wieder aufgenommen werden kann“, so Buthmann-von Schwartz. Über Schulveranstaltungen am Donnerstag und Freitag als Alternative zum regulären Unterricht werde derzeit nachgedacht. Aktuelle Informationen dazu sollen unter anderem im Internet veröffentlicht werden.

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