Tischlerinnung Verden zeigt die schönsten Gesellenstücke in der Ottersberger Volksbank

„Bleibt im Beruf und spezialisiert euch“

Nils Schoof aus Ottersberg konstruierte ein Bett aus alten Hölzern, das ebenfalls in der Ausstellung der Gesellenstücke zu sehen ist. - Foto: Keppler

Ottersberg - Die Ausstellung der Verdener Tischlerinnung in den Räumen der Ottersberger Volksbank hat Tradition. Jahr für Jahr bietet das Forum der Bank frischgebackenen Handwerksgesellen die Möglichkeit, ihre Gesellenstücke der Öffentlichkeit zu präsentieren und das Tischlerhandwerk in den Fokus zu rücken.

Am Montagabend wurde die mehrwöchige Ausstellung der Gesellenstücke dieses Jahres eröffnet, mit der die jungen Tischler die Aufmerksamkeit zahlreicher Interessierter auf ihr Können lenken. Zu sehen sind innovative Möbelstücke wie Kommoden, Schreibtische und auch ein Bett, getischlert aus altem Holz. „Wir wollen mal schauen, was sich in der neuen Generation so tut. Wenn Gesellenstücke angefertigt und präsentiert werden, schaut die ganze Innung darauf. Es kommt dabei auch auf die Idee an, um sich ein bisschen von anderen abzuheben“, meinte ein Tischlermeister.

Mathis Bösche aus Hilgermissen ist im Betrieb seiner Familie Tischler in der dritten Generation und ist in der Ausstellung mit einem Schreibtisch vertreten, in den er rund 300 Arbeitsstunden investiert hat. Helle Eiche, Edelstahl und eine Glasplatte – dieses Möbelstück ist ein absoluter Hingucker. „Mein Vater wird den Tisch als Arbeitsplatz nutzen. Vielleicht übernehme ich ihn später einmal, wenn ich die Tischlerei als meinen beruflichen Mittelpunkt gefunden habe. Der Schreibtisch ist jedenfalls für mehrere Generationen gedacht“, verriet Junggeselle Mathis, der sich wie seine Kollegen über die gute Publikumsresonanz freute.

Stefan Hunsche vom Vorstand der Volksbank freute sich, zahlreiche Gäste zur Ausstellungseröffnung begrüßen zu können. Er verwies auf die gute Tradition der Verbindung zwischen Handwerk und Bank und sagte, dass es seit vielen Jahren immer wieder ein Highlight sei, die schönsten Gesellenstücke in einer Ausstellung in Ottersberg der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Vertreter der Ausbildungsbetriebe im Rahmen der Ausstellung begrüßen zu können, sei ihm ein besonderes Vergnügen, wandte sich Hunsche insbesondere an Fredy Böschen, Obermeister der Tischlerinnung, und seinen Stellvertreter Bernd Roseland. Darüber hinaus begrüßte er Vertreter der Prüfungskommission und der Berufsschule, die es sich nicht nehmen ließen, bei diesem Event dabei zu sein.

Ausführlich ging Hunsche in seiner Laudatio auf die verschiedenen Anforderungen einer Gesellenprüfung ein, deren Krönung schließlich die Anfertigung eines Gesellenstücks sei. Als nunmehr junge Gesellen hätten die jungen Tischler und Tischlerinnen ein gutes Fundament erworben, auf dem sich eine berufliche Zukunft aufbauen lasse. Hunsche empfahl, die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten zu nutzen, um vielleicht ein Studium draufzusetzen und später mal Chef im eigenen Betrieb zu sein: „Bleibt im Beruf und spezialisiert euch.“ J kr

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