Sozialausschuss votiert für Krippen-Anbau an Kita Ottersberg-Bahnhof

„Alles andere ist gebastelt“

Hier soll nach politischem Willen der Anbau am Kindergarten Ottersberg-Bahnhof entstehen, um Platz für eine weitere Krippengruppe zu schaffen. - Foto: Woelki

Ottersberg - Mit Blick auf kommende geburtenstarke Jahrgänge und zunehmende Elternanfragen nach Krippenplätzen plant der Flecken Ottersberg den Ausbau seines Kinderbetreuungsangebots. Einstimmig empfahl der Jugend-, Sport- und Sozialausschuss des Gemeinderates in seiner Sitzung am Mittwochabend, die Kindertagesstätte am Dunwisch im Ortsteil Bahnhof um einen Anbau zu erweitern und so Platz zu schaffen für eine weitere Krippengruppe für 15 Kinder unter drei Jahre. Der Betrieb soll zum 1. Januar 2018 starten.

„Wir müssen den Rechtsanspruch erfüllen und den Eltern Betreuungsplätze für ihre Kinder anbieten“, erklärte dazu Vize-Verwaltungschef Jürgen Buthmann-von Schwartz. Das müsse nicht für alle wohnungsnah sein: „So kann es sein, dass Eltern aus Fischerhude oder Quelkhorn ihre Kinder nach Ottersberg-Bahnhof fahren, weil die Kommune gerade da einen Betreuungsplatz anbieten kann. Das ist für Eltern zumutbar“, so Buthmann-von Schwartz. Er führte weiter aus: „Um den künftigen Bedarf abzudecken, planen wir vorausschauend. Daher überlegen wir, in der Kindertagesstätte in Ottersberg-Bahnhof das Obergeschoss auszubauen oder das Gebäude zu erweitern. Der Platz wäre vorhanden.“

Architektin Heidi Plautz-Mathews, die für den Flecken bereits mehrere Kindertagesstätten plante, erklärte: „Ein Ausbau des Obergeschosses kostet 500.000 Euro. Während der Bauphase müsste die Gemeinde die jetzige Gruppe im Obergeschoss auslagern. Das würde 100.000 Euro zusätzlich kosten.“ 

Die Architektin weiter: „Ein Anbau würde 361.000 Euro kosten. Beide Varianten beinhalten auch den Einbau einer neuen Heizung für die Kita, weil die alte bereits 20 Jahre alt ist.“ Vertreter der Fraktionen sprachen sich für die Erweiterung des Platzangebots aus – und für die Anbau-Variante als „sinnigere Lösung“, wie Benjamin Rohmeyer (Grüne) formulierte: „Alles andere ist gebastelt.“

Zudem diskutierte der Ausschuss erneut das Bauprojekt des TSV Posthausen mit Ausbau und Erweiterung der Umkleiden, Duschen und der WC-Anlagen an der Schulturnhalle. Nach ersten Entwürfen erarbeiteten der Flecken, der TSV Posthausen und der kommunale Gebäudemanager Heiko Szczesny eine Lösung, mit der alle Beteiligten leben können. 

Die vorhandenen Gebäudeteile strukturiert der Flecken um und baut zusätzlich eine öffentliche Behinderten-Toilette auf eigene Kosten. An den Baukosten des TSV beteiligt sich der Flecken mit einem Drittel, maximal mit 10.000 Euro. „Damit ist allen gedient. Das Projekt sieht gut aus“, fand Werner Cordes, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Ottersberger Sportvereine. „Wenn man öfter miteinander spricht und sich mehrmals trifft, findet sich auch eine gute Lösung“, erklärte Reiner Sterna (CDU).

Zudem bewilligte der Ausschuss dem Schützenverein Grasdorf für die weitere Kernsanierung seines Schützenhauses einen Zuschuss in Höhe von maximal 17.270 Euro.

woe

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