Breitband und A-2-O-Energieverbund: Gespräch mit Bürgermeister Hofmann (II)

„Nonplusultra“auf dem Weg

Ottersberg - Voraussichtlich ab März wird über ein Förderprojekt jedes Haus in den Ortschaften Benkel und Narthauen mit schnellen Glasfaseranschlüssen versehen. Ein ganz spezielles „technisches Nonplusultra“ in Sachen Netzanschluss ist darüber hinaus für Unternehmen im Gewerbegebiet Bahnhof in Arbeit.

Es gehe darum, Betrieben dort ein hochmodernes Rundum-Breitbandanschluss-Paket direkt bis aufs Grundstück zu bieten.

Das sei auch im Vergleich mit Nachbargemeinden einzigartig, „und damit können wir dann kräftig werben“, kündigte der Ottersberger Bürgermeister Horst Hofmann jetzt im Gespräch mit dem Achimer Kreisblatt zum Jahresbeginn an.

Auch um dieses Projekt voranzutreiben, sei neben dem örtlichen E-Werk die „Breitband-Initiative Nord“(BIN) als GmbH neu ins Leben gerufen worden. Ebenfalls ab März könnte dieses „Paket“ bereit stehen und bisherige „Bremsen im Internet“ bei großen Datenmengen damit wirksam beseitigt werden, schätzt Hofmann.

Daneben arbeite Ottersberg weiter mit der Breitbandgesellschaft des Landkreises zusammen, um auf diesem Gebiet überall im Flecken voranzukommen.

Gleich drei Gemeinden mit insgesamt rund 60 000 Einwohnern wollen gemeinsam im geplanten Nordkreis-Energieversorgungs-Verbund „A 2 O“ (sprich Ah zwei Oh) auf längere Sicht Großes erreichen.

Der Name steht für Achim, Ottersberg und Oyten, und der Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Selbstversorgung mit regenerativer Energie. Wind- und Solarkraft sowie Kraft-Wärme-Kopplung sollen verstärkt genutzt werden. Dazu gehört dann auch, vor Ort erzeugten Strom, Wärme oder auch Kälte direkt an Firmen oder andere Abnehmer zu vermarkten.

Der Bau neuer kleiner Kraftwerke wird schon diskutiert. Zudem sei es durch den Zusammenschluss mehrerer Gemeinden in einem großen Verbund eher möglich, in wichtige Förderprogramme für Vorhaben im Bereich alternative Energien zu kommen.

Ottersberg bringe ein gut verteiltes Netz solcher Energieerzeugung und ein eigenes E-Werk mit in „A 2 O“ ein, betonte der Bürgermeister. Das ehrgeizige Gemeinschafts-Projekt mit dem Idealziel einer völlig eigenständigen Energieversorgung ist über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren konzipiert. Es wird angepeilt, den Flecken Langwedel mit ins Dreier-Boot zu holen.

An Vorhaben in Ortschaften des Fleckens erwähnte Hofmann noch den Bau weiterer Parkplätze am Sportplatz und beim Feuerwehrhaus in Fischerhude, um vor allem die motorisierten Besucherscharen an Wochenenden zu bewältigen. Im Ort Fischerhude selber sollen hingegen einige Parkverbotszonen eingerichtet werden.

Zu anderen Ottersberger Vorhaben in diesem Jahr siehe den ersten Teil des Gesprächs mit Hofmann in der gestrigen Kreisblatt-Ausgabe . · la

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