Evangelischer Kindergarten Oyten erhält „Diakonie-Siegel Kita“ / 40 Jahre jung

„Leben unseren Leitfaden“

Annette Klede, Leiterin des Diakonischen Instituts für Qualitätsentwicklung (re.), überreicht Martina Laute-Voßwinkel, Leiterin des evangelischen Kindergartens Oyten (3.v.re.), das Qualitätszertifikat „Diakonie-Siegel Kita“. Mit den beiden freuen sich Mitglieder des Kirchenvorstandes, Erzieherinnen sowie Bürgermeister Manfred Cordes ·
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Annette Klede, Leiterin des Diakonischen Instituts für Qualitätsentwicklung (re.), überreicht Martina Laute-Voßwinkel, Leiterin des evangelischen Kindergartens Oyten (3.v.re.), das Qualitätszertifikat „Diakonie-Siegel Kita“. Mit den beiden freuen sich Mitglieder des Kirchenvorstandes, Erzieherinnen sowie Bürgermeister Manfred Cordes ·

Oyten - Gleich zwei gute Gründe zum Feiern hatten am Samstag die Kinder und Eltern, das pädagogische Team und der Träger des evangelischen Kindergartens am Kirchweg in Oyten: Zum einen feierte die Einrichtung ihren 40. Geburtstag, zum anderen bekam sie das „Diakonie-Siegel Kita“ vom Diakonischen Institut für Qualitätsentwicklung verliehen. Die Auszeichnung geht an Einrichtungen, deren Erzieherinnen nachgewiesenermaßen qualitativ hochwertige pädagogische Arbeit leisten.

„Wir wollen uns stetig weiterentwickeln, um für Kinder und Eltern attraktiv zu bleiben“, erklärte Kindergartenleiterin Martina Laute-Voßwinkel. Zusammen mit ihren Kolleginnen und dem Kirchenvorstand nimmt sie deshalb seit 2004 am Qualitätsmanagement teil. Alle Beteiligten entwickelten gemeinsam ein Qualitätshandbuch, das vier Aspekte umfasst. Im ersten Kapitel sind Tätigkeitsgrundsätze festgelegt, zum Beispiel das Leitbild des Kindergartens. Der nächste Bereich beschreibt Führungsprozesse wie Personalentwicklung, Hygienemaßnahmen und Datenschutz. Der dritte Punkt beschäftigt sich mit dem Kernauftrag des Kindergartens. Hier wird unter anderem die pädagogische Arbeit spezifiziert. Im letzten Abschnitt geht es um Unterstützungsprozesse – um die Zusammenarbeit mit Eltern, anderen Einrichtungen, der Kirchengemeinde und der Grundschule. „Das Qualitätshandbuch hat sich im Alltag als griffiges und praktikables Werkzeug erwiesen. Wir haben gemerkt, dass wir unseren eigenen Leitfaden leben“, berichtete Ramona Leps, stellvertretende Kita-Leiterin.

Aufgrund dieser guten Erfahrungen entschieden sich alle Mitwirkenden im Jahr 2011, den Versuch zu starten, das „Diakonie-Siegel Kita“ zu erwerben. „Wir mussten nachweisen, dass wir das, was wir in unserem Qualitätshandbuch niedergeschrieben haben, auch umsetzen“, erläuterte Laute-Voßwinkel. Zudem hätten sie die Anforderungen der Qualitätsmanagementnorm DIN  EN  ISO 9001:2008 erfüllen müssen. Das sei erfolgreich gelungen. Im Frühjahr 2012 erfolgte die Begutachtung der Einrichtung durch die akkreditierte Zertifizierungsgesellschaft „ProcumCert“. Und seit Samstag nun ist der evangelische Kindergarten Oyten der zweite seiner Art, der das „Diakonie-Siegel Kita“ tragen darf.

Annette Klede, Leiterin des Diakonischen Instituts für Qualitätsentwicklung, reiste eigens aus Berlin an, um die Auszeichnung zu überreichen. „Das vorhandene System muss stetig weiterentwickelt werden“, betonte Klede. Schließlich erfolge nun jährlich eine Qualitätskonferenz. Deren Ergebnisse würden darüber entscheiden, ob der Einrichtung die Bescheinigung nach drei Jahren wieder aberkannt werde oder ob sie eine Re-Zertifizierung erhalte. Auf diese wiederholte Auszeichnung wird nun in Oyten hingearbeitet...

Erstmal aber wurde am Samstag groß gefeiert: Kinder, Eltern, Ehemalige, frühere und jetzige Mitarbeiterinnen, Kirchen- und Gemeindevertreter trafen sich nachmittags zur 40-Jahr-Feier der Tagesstätte. Im November 1972 hatte der kirchlich getragene Kindergarten als erster in der Gemeinde Oyten seine Tore geöffnet. 1980 wurden an das Gebäude, das ursprünglich für drei Kindergartengruppen konzipiert war, eine Bewegungshalle und ein Werkraum angebaut. 1995 gestalteten Eltern zusammen mit dem Kindergartenteam das Außengelände neu und 2003 baute die Gemeinde Oyten einen weiteren Gruppenraum mit Differenzierungs- und Personalzimmer an. Vor kurzem wurde die Einrichtung für rund 162 000 Euro energetisch saniert. „Die Menschen, die hier arbeiten, mögen das Haus. Wir fühlen uns hier sehr wohl“, bekräftigte Laute-Voßwinkel.

Die Einrichtung hat sich in 40 Jahren auch strukturell stark verändert. Öffnungszeiten und Betreuungsangebote wurden stetig an die Bedürfnisse der Familien angepasst. Seit 1999 bietet der Kindergarten für seine Schützlinge warmes Mittagessen an, 2007 wurde eine Krippengruppe für Kleinstkinder eingerichtet und seit 2009 können die Kinder bei Bedarf durchgängig bis 16 Uhr in der Einrichtung bleiben. · as

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