MTV-Goldbachbühne zeigt mit „Een Joghurt för twee“ eine ganz famose Leistung

Wenn hungrige Männer erst einmal richtig loslegen...

Wenn ein ausgewachsener Mann wie Peter Fischer Hunger hat, kommt er auf die tollsten Ideen. Wovon nicht nur Schwester Eva ein (Klage-)Lied singen kann. Sehr zur Freude des Publikums. - Foto: Bruns

Langwedel - Von Wiebke Bruns. „Lacher satt“ bietet die plattdeutschen Komödie „Een Joghurt för twee“, die in diesem Jahr von der Theatergruppe des MTV Langwedel unter der Regie von Arno Stomberg gespielt wird. Super Stimmung herrschte bei der Premiere im Gasthaus Klenke. Schlecht gelaunt war einzig der Immobilienspekulant Peter Fischer, denn der befindet sich in einer Diätklinik, wo die Kost mager, aber die Preise üppig sind. Und dann muss er sich den Joghurt auch noch mit einem Verbrecher teilen.

Die Premiere gab es am Sonntag um 9.30 Uhr. Eine ungnädige Uhrzeit, da sitzt doch so mancher noch nicht einmal am Frühstückstisch. Den Fans der Goldbachbühne, und davon gibt es scheinbar reichlich, machte das offensichtlich nichts aus.

Sie füllten die Stuhlreihen auf dem Saal des Gasthauses Klenke und so mancher ließ sich dabei bereits ein Bierchen schmecken.

Für Peter Fischer (Marco Behrmann) gab es lediglich Zitronenwasser. Das einzig Positive war für ihn dabei, dass Schwester Eva (Christin Sellinger) ihm die Magerkost servierte. Seine Avancen sind mehr als deutlich: Sex sei für Warmblüter eine gute Diät, rechnet er ihr samt Kalorienverbrennung vor. Wie gut, dass im richtigen Moment seine Frau (Kerstin Schröder) ins Zimmer platzt.

Fischer ist selbst ein kleiner Ganove und weiß sich in seiner Not durchaus zu helfen. Richard Elling (Georg Mannig), ebenfalls Patient in der Diätklinik, macht die Erfahrung, dass lesen nicht nur bildet, sondern auch Hunger stillen kann.

Schmalhans ist Küchenchef und Dr. Schmalkopf (Axel Braun) der Klinikchef. Ausnahmen vom Diätplan lässt der Doktor nicht zu. Aber da ist noch jemand, der mächtig Kohldampf schiebt: Kutte Kaminski (Sebastian Schröder). Bekannt ist der flüchtige Verbrecher als „der Quetscher von Kartoffeln und Kehlköpfen“. Ihm dicht auf den Fersen ist Inspektor Kalmus (Ulrich Blohme).

Ob sich die körperlichen Angriffe allein auf die Lachmuskeln der Zuschauer beschränken, wird hier nicht verraten, aber Spaß hatte das Publikum bei der Premiere auf jeden Fall reichlich.

Schauspielerisch zeigte jeder eine super Leistung. Ein Besuch lohnt sich aber schon alleine, um Marco Behrmann auf der Bühne zu erleben. Was für ein Spaß, ihm zuzusehen, wenn er erschrocken auf den Sessel hüpft, damit kämpft, der Schokolade zu widerstehen, und seine Mimik, die ist einfach unbeschreiblich. Was wird ihm das Grünkohlessen nach der Premiere geschmeckt haben.

Rund zweieinhalb Stunden dauert das Theatervergnügen. Gespielt wird noch drei Mal: am morgigen Donnerstag, 10. November, am Sonnabend, 12. November, und am Donnerstag, 17. November. Jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt für das Theater beträgt acht Euro. Karten gibt es an der Abendkasse und auf Reservierung unter Telefon 04232/1498 (Wieters).

An den Theaterabenden bietet das Gasthaus Klenke zudem ab 18 Uhr ein großes italienische Buffet für 15 Euro. Anmeldungen für das Buffet bitte unter Telefon 04232/265.

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